Was ist eine Sommergrippe?

Frage der WocheLesezeit: 1:30 min.
Foto: digitales Fieberthermometer

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Diese Woche: Was ist eine Sommergrippe?

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Der Experte zum Thema

Dr. Maik Irmisch

Facharzt für Innere Medizin
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Die Nase läuft, der Hals kratzt – Erkältungen kommen im Winter oft vor. Doch zu warmen Sommertagen will diese Krankheit nicht recht passen. Das ist ein Trugschluss! Auch wenn sich Erkältungsviren tatsächlich besser im Winterhalbjahr ausbreiten, die sogenannte Sommergrippe ist eine typische Erkrankung für die warme Jahreszeit.

Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte man allerdings anstatt „Sommergrippe“ lieber den Fachbegriff „sommergrippaler Infekt“ verwenden. Das Krankheitsbild ist zwar ebenso lästig aber weniger gefährlich als eine echte Grippe, die etwa durch Influenza-Viren ausgelöst wird. Die Symptome der „kleinen Sommerkrankheit“, so die Übersetzung der englischen Bezeichnung „summer minor illness“, unterscheiden sich kaum von einem grippalen Infekt im Winter und können den Betroffenen die warme Jahreszeit ganz schön vermiesen.

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Kleine Viren-Kunde

Insgesamt gibt es mehr als 100 verschiedene Virenarten, die für grippale Infekte verantwortlich sind. Dabei stehen im Sommer andere Viren im Vordergrund als im Winter. Anders als die kälteliebenden Rhinoviren, die naturgemäß bevorzugt im Herbst, Winter und Frühjahr auftauchen und zu heftigen Erkältungen führen, finden sich im Sommer eher Enteroviren, wie beispielsweise der häufig vorkommende Coxsackie-Virus. Er kann alle Schleimhäute im Körper befallen, auch die Magen-Darm-Schleimhaut. Deshalb leiden Erkältete im Sommer nicht selten auch unter Erbrechen und Durchfall.


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Letzte Änderung: 17.07.2018