Was tun bei Lippenherpes?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Frau cremt sich die Lippen ein.

Bildnachweis: © wdv / Michael Völler

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Diese Woche: Was tun bei Lippenherpes?

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Die Expertin zum Thema

Dr. Ellen Fuchs

Fachärztin für Allgemeinmedizin und Anästhesie
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Lippenherpes (Herpes Labialis) ist eine Viruserkrankung und wird vom Herpes-Simplex-Virus Typ 1 (HSV Typ 1) verursacht, das die Haut, Schleimhäute und das Nervensystem befällt. Das Virus ist weit verbreitet und so gut wie jeder Erwachsene hat sich in seinem Leben, meist in der Kindheit, infiziert. Dies kann durch Tröpfcheninfektion (Sprechen, Husten, Niesen), Kontaktinfektion (z. B. Küssen) oder Schmierinfektion (gemeinsam benutztes Besteck) geschehen. Eine Infektion muss nicht mit Symptomen einhergehen, weshalb der Träger nicht immer weiß, dass er infiziert ist.

Im Rahmen der Infektion setzen sich die Viren an Nervenbahnen fest und können jederzeit wieder reaktiviert werden. Grund für eine Reaktivierung ist oft ein geschwächtes Immunsystem. Hierfür können akute oder chronische Erkrankungen aber auch Stress und UV-Strahlung verantwortlich sein. Typische Symptome beim Ausbruch sind Juckreiz, Spannungsgefühl und Schmerzen an der betroffenen Hautstelle. In Folge kommen die typischen kleinen, nässenden Bläschen zum Vorschein, die höchst infektiös sind. Im Normalfall heilen die Bläschen nach zehn bis 14 Tagen wieder ab.

Mann schaut auf einen Computerbildschirm.

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Beginnen Sie eine Therapie direkt, wenn Sie die Symptome bemerken. Hierfür eignen sich z. B. antivirale Salben. Sie hemmen das Wachstum der HSV Viren und können das Abklingen beschleunigen. Je früher Sie eine Therapie beginnen, desto besser sind die Ergebnisse.

Bei sehr schweren und wiederholten Symptomen sollten Sie Ihren Haus- oder Hautarzt aufsuchen.


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Letzte Änderung: 21.06.2012