Kinderkrankheit Hüftschnupfen: Ruhe bewahren!

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Ein Vater mit seiner kleinen Tochter beim Kinderarzt.

Bildnachweis: © wdv / Alex Schwander

Der sogenannte Hüftschnupfen ist die häufigste Gelenkerkrankung bei Kindern. Sie tritt typischerweise vom Kleinkind- bis zum Grundschulalter auf. Buchstäblich von einem Tag auf den anderen plagen das betroffene Kind Schmerzen in Hüfte, Knie oder Bein. Der kleine Patient beginnt zu hinken oder vermeidet gar jede Art von Bewegung. Doch was so gefährlich klingt, ist in den meisten Fällen unbedenklich, denn ein Hüftschnupfen ist ausgesprochen leicht zu behandeln.

Die Ursache für eine Coxitis fugax, zu Deutsch Hüftschnupfen, ist ein Gelenkerguss, das heißt eine Ansammlung von Flüssigkeit im Inneren des Gelenks. Er führt zu einer kurzzeitigen Entzündung des betroffenen Hüftgelenks. Sie kommt bei Kindern relativ häufig vor und hat eine vorübergehende Einschränkung der Bewegungsfähigkeit zur Folge. Die kleinen Patienten klagen über einseitige Schmerzen und ziehen beim Gehen das betroffene Bein nach.

Harmlose Kinderkrankheit

Das mag schlimm aussehen, ist in den meisten Fällen aber unbedenklich. Beim Hüftschnupfen handelt es sich nämlich um eine vorübergehende Gelenkentzündung, die nach ein bis zwei Wochen Bettruhe von selbst wieder abklingt. In schwereren Fällen können leichte Schmerzmittel wie zum Beispiel Ibuprofen den Kindern Linderung verschaffen.

Eltern sollten dennoch wissen: Treten besagte Symptome beim Nachwuchs auf, sollten sie unbedingt einen Kinderarzt aufsuchen. Dieser kann durch Überprüfung der Hüftbeweglichkeit und mithilfe von Ultraschalluntersuchungen eine eindeutige Diagnose stellen und so schwerwiegende Erkrankungen wie Rheuma oder einen Knochenbruch ausschließen.

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Ursache unbekannt

Die Ursache von Hüftschnupfen ist bislang nicht eindeutig bekannt. Mediziner vermuten, dass er in Folge einer harmlosen Viruserkrankung entsteht, da er meist ein paar Wochen nach einer Erkältung auftritt. Dies könnte auch der Grund für den ungewöhnlichen Namen der Erkrankung sein.

Letzte Änderung: 30.05.2012