Weg mit dem Schimmel!

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Auswringen eines Putzlappens über dem Putzeimer

Bildnachweis: © wdv / Günther Pfannmüller

Wo viel Feuchtigkeit und wenig Luftzirkulation sind, fühlt sich der Schimmelpilz wohl. Dann bilden sich an Decken und Wänden schwarze Verfärbungen oder Stockflecken. Ganz gleich, wo der Schimmel auftritt: Er muss so schnell wie möglich beseitigt werden.

Auch bei kleinen Stellen ist Vorsicht geboten

Ist der Schimmelpilz oberflächlich, hat die Bausubstanz also nicht angegriffen, undnicht größer als einen halben Quadratmeter, können Sie ihn selbst beseitigen.

Auf folgendes ist dabei zu achten:

  • Sorgen Sie für eine gute Durchlüftung während Sie den Schimmel entfernen.
  • Beim Berühren von Schimmel kann es zu Hautirritationen oder -krankheiten kommen. Tragen Sie daher Schutzhandschuhe, die Sie anschließend wegwerfen.
  • Tragen Sie eine Einweg-Atemschutzmaske, da beim Entfernen gesundheitsschädliche Schimmelsporen in die Luft- und somit in die Atemwege gelangen können.
  • Vermeiden Sie es, den Schimmel mit dem Besen oder einem trockenen Lappen zu beseitigen, da so viele Schimmelsporen aufgewirbelt werden.
  • Die betroffene Stelle sollte befeuchtet und mit synthetischem Alkohol desinfiziert werden.
  • Benutzen Sie in Innenräumen keine fungizidhaltigen Schimmelbekämpfungsmittel, da sich Gifte im Wohnraum entfalten können.
  • Verwenden Sie nur einen Staubsauger mit Luftreinigungsfilter.
  • Bei größeren und tief sitzenden Stellen ist es ratsam, die Tapete herunterzureißen und unter Umständen sogar die Putzschicht zu bearbeiten.
  • Nach der Schimmel-Bekämpfung sollten Sie den Raum desinfizieren und lüften, Ihre Wäsche waschen und sich duschen.
Junger Mann atmet mit geschlossenen Augen, im Hintergrund blauer Himmel.

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Finger weg von großen Schimmelflecken

Bei größeren Schimmelpilz-Flecken sollten sie Experten, also zertifizierte Betriebe und Gutachter, zu Rate ziehen. Denn in diesen Fällen muss der betroffene Bereich des Hauses abgeriegelt werden, damit sich der Schimmel beim Entfernen nicht weiter ausbreitet. Im Anschluss gilt es, die Ursache für die Schimmelbildung festzustellen und einen erneuten Befall zu vermeiden.


So vermeiden Sie Schimmel

Letzte Änderung: 18.11.2014