Richtig lüften im Winter

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Wenn es im Winter draußen kalt und zugig ist, machen wir es uns gerne in der warmen Wohnung gemütlich. Doch auch wenn die Temperaturen im Freien frostig sind, sollten wir regelmäßig frische Luft in unsere vier Wände lassen. Das beugt nicht nur Schimmelbildung vor, sondern verhindert auch, dass sich Bakterien und Viren in unserem Zuhause ausbreiten. Worauf Sie beim Lüften im Winter achten sollten.

Kurz, aber regelmäßig lüften

Da die Temperaturen im Winter draußen meistens deutlich unter denen in der Wohnung liegen, sollten Sie beim Lüften darauf achten, dass Ihre Räume nicht auskühlen. In Wohnräumen ist es sinnvoll, vier- bis fünfmal täglich die Fenster für fünf bis zehn Minuten weit zu öffnen. So kann ein schneller Luftaustausch stattfinden. Um Energie zu sparen, sollten Sie die Heizung während des Lüftens herunterdrehen. Nachts bleiben die Fenster jedoch geschlossen. Wichtig: Das Kippen der Fenster ist keine sinnvolle Alternative zum Stoßlüften, da der Luftaustausch deutlich länger dauert - und es den Raum bei abgestellter Heizung dadurch auskühlen kann.

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Richtig lüften in jedem Raum

Wir nutzen die Räume in unserer Wohnung unterschiedlich, deshalb können sie auch unterschiedlich gelüftet werden. Beim tagsüber wenig genutzten Schlafzimmer reicht es aus, morgens nach dem Aufstehen sowie vor dem Schlafengehen die Fenster weit zu öffnen. Küche und Bad sollten hingegen direkt nach dem Kochen beziehungsweise Duschen gelüftet werden. Lüften ist nicht bloß zu Hause wichtig - öffnen Sie auch an Ihrem Arbeitsplatz regelmäßig das Fenster!

Die richtige Luftfeuchtigkeit

Im Winter ist die Luft im Vergleich zum Sommer trocken, ebenso ist die Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen eher gering. Doch da wir aufgrund der kalten Außentemperaturen oft zu wenig Lüften, entwickelt sich in Schlaf- und Wohnräumen schnell eine zu hohe Raumluftfeuchte. Diese bildet wiederum zusammen mit der Kombination aus aufgeheizten Räumen und kalten Fensterscheiben ein optimales Klima für die Bildung von Schimmel. In Wohnräumen sowie im Arbeits-, Kinder- und Schlafzimmer liegt die ideale Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. In Küche und Badezimmer darf die Luchtfeuchtigkeit rund zehn Prozent höher liegen. Der unbeheizte Keller ist der einzige Bereich in Ihrem Haus, in dem Sie die Fenster dauerhaft kippen können. So entweicht feuchte Luft nach draußen und die kalte Winterluft erfüllt die Räume - das beugt Schimmel vor.

Letzte Änderung: 03.12.2017