Babyzeichensprache: Das passiert im Kurs

InterviewLesezeit: 2:00 min.

Sarah Wölke leitet Eltern-Kind-Kurse für Babyzeichensprache. Mit uns sprach die zweifache Mutter über ihre Erfahrungen mit dieser vorverbalen Form der Kommunikation.

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Die Expertin zum Thema

Sarah Wölke

Leiterin von Eltern-Kind-Kursen für Babyzeichensprache

Aus welchen Gründen besuchen Eltern Ihre Kurse?

Unser Redakteur

vigo Redaktion

Sie kommen aus unterschiedlichen Gründen. Manche von ihnen haben sich mit der Zeichensprache intensiv beschäftigt und wollen sie gezielt lernen. Es sind aber auch neugierige Skeptiker dabei, die sich dann im Laufe des Kurses von ihren eigenen Kindern überzeugen lassen.

Sarah Wölke

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Kann jedes Kind die Babyzeichensprache lernen?

Unser Redakteur

vigo Redaktion

Grundsätzlich ja. Wir bieten in den Kursen viele verschiedene Zeichen an und wiederholen sie immer wieder. Ich empfehle den Eltern, sich mit ihren Kindern zunächst auf fünf Zeichen zu konzentrieren. Am besten eignen sich dazu Wörter aus dem direkten Umfeld des Kindes, die sich auch zuhause spielerisch in den Alltag einbauen lassen. Je nachdem, was das Kind gerade beschäftigt, entscheidet es selbst, wann es mit welchem Zeichen anfangen möchte.

Sarah Wölke

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Besteht die Gefahr, dass Eltern ihre Kinder überfordern?

Unser Redakteur

vigo Redaktion

Nein. Wie bei jedem Spiel nehmen die Kinder nur das auf, was sie aufnehmen möchten.

Sarah Wölke

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Wie lange dauert es, bis der Nachwuchs die ersten Handbewegungen beherrscht?

Unser Redakteur

vigo Redaktion

Das ist bei jedem Kind unterschiedlich. Es gibt Durchstarter, die nach zwei Wochen die ersten Zeichen nachahmen. Die meisten Kinder nehmen die vorgezeigten Zeichen dagegen zwar schnell auf, beginnen aber erst nach ungefähr zwei Monaten, diese selber zu reproduzieren. Immer wieder berichten Eltern davon, dass sie ganz überrascht sind, wenn das Kind explosionsartig anfängt, mit den Händen zu sprechen.

Sarah Wölke

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Welchen Tipp geben Sie den Eltern, die mit ihren Kindern die Zeichensprache lernen wollen?

Unser Redakteur

vigo Redaktion

Ich gebe den Eltern den Rat, sich nicht unter Druck zu setzen. In dem Kurs geht es nicht darum, möglichst viele Zeichen zu lernen. Vielmehr sollten die Eltern die intensive Zeit mit ihren Kindern genießen. Wir wollen spielen, singen und darüber Zeichen lernen. Und wenn die Kinder die Zeichen nachmachen – umso schöner.

Sarah Wölke

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Letzte Änderung: 09.09.2012