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Wie gefährlich ist der Fuchsbandwurm?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Fuchs

Bildnachweis: © stock.adobe.com / artepicturas

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Wie gefährlich ist der Fuchsbandwurm?

Expertenbild

Der Experte zum Thema

Bernhard Schlüter

Exami­nierter Gesundheits- und Kranken­pfleger
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Der Fuchsbandwurm, auch bekannt als Echinococcus multilocularis, ist ein Parasit, der im Darm von Füchsen lebt. Die Infektion beim Fuchs erfolgt durch den Verzehr von infizierten Beutetieren oder durch direkten Kontakt mit Kot oder Fell des infizierten Tieres. Der Fuchsbandwurm kann auch auf den Menschen übertragen werden, indem man mit dem Kot der Füchse kontaminierte Früchte (z.B. bodennahe Beeren, Bärlauch o.ä.) verzehrt. Das kann zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen führen.

Die Symptome einer Fuchsbandwurminfektion können von Bauchschmerzen und Übelkeit bis hin zu Leberversagen reichen. Da der Parasit langsam wächst, kann die Krankheit über Jahre hinweg unbemerkt bleiben. Die Diagnose findet durch Nachweis des Wurmes in befallenen Organen statt

Der Fuchsbandwurm ist in Europa weit verbreitet und stellt daher ein ernstes Gesundheitsrisiko für Menschen dar, insbesondere für Jäger, Förster und Menschen, die in ländlichen Gebieten leben oder arbeiten. Eine effektive Möglichkeit zur Prävention besteht darin, den Kontakt mit infizierten Füchsen und deren Ausscheidungen zu vermeiden und keine wilden Beeren, Kräuter oder Pilze aus infizierten Gebieten zu verzehren. Ob Ihr Wohngebiet oder Ihr Reiseziel betroffen ist, können Sie über ein Formular des Robert-Koch-Instituts (RKI) abfragen.

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Die Eier des Fuchsbandwurms sind Kältestabil bis -80 °C, durch Erhitzen des Sammelgutes über 60 °C können die Eier jedoch abgetötet werden. Nach der Arbeit im Freien sollte man sich die Hände waschen. Auch beim Umgang mit Haustieren ist die Hygiene zu beachten. Hunde und Katzen sollten regelmäßig entwurmt werden um einen Übertragung von Parasiten auch hier zu vermeiden.


AOK-Clarimedis – medizinische Informationen am Telefon: 0800 1 265 265

Fragen rund um Erkrankungen, Diagnosen und Therapien beantwortet AOK-Clarimedis an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden täglich unter 0800 1 265 265. Ein fachärztliches Team und medizinische Expertinnen und Experten stehen für AOK-Kunden kostenfrei und exklusiv zur Verfügung.

Letzte Änderung: 08.08.2023