Wie gefährlich ist weißer Hautkrebs?

Frage der WocheLesezeit: 1:30 min.
Ältere Frau untersucht die Haut an ihrer Schulter.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

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Diese Woche: Wie gefährlich ist weißer Hautkrebs?

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Die Expertin zum Thema

Wibke Fishman

Examinierte Fach­kranken­schwester für Psychia­trie
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Die Zahl der an weißem Hautkrebs erkrankten Bundesbürger hat nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in den vergangenen 20 Jahren rasant zugenommen. Vor allem langjährige Sonnenaussetzung ohne Sonnenschutz führt zu Hautveränderungen, die sich zu einem weißen Hautkrebs entwickeln können. Je heller der Hauttyp und je mehr man sich ungeschützt den Sonnenstrahlen aussetzt, desto größer ist das Risiko einer Erkrankung.

Der weiße Hautkrebs wird vor allem bei Menschen im Alter zwischen 60 und 80 Jahren diagnostiziert. Wer regelmäßig ein Solarium aufsucht, kann aber auch schon früher an weißem Hautkrebs erkranken. Im Gegensatz zum aggressiven schwarzen Hautkrebs bildet der weiße jedoch nur selten Metastasen.

Frau mit Headset am Computer.

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Der weiße Hautkrebs entsteht durch einen chronischen UV-Schaden der Haut und zeigt sich zu Beginn als roter Fleck oder schuppige Haut (aktinische oder solare Keratose). Daher sind insbesondere die Hautareale rasch betroffen, die der Sonne ausgesetzt sind. Man spricht hier von den "Sonnenterassen": Stirn, Wangen, Ohrmuschel, Oberlippe und Dekolletee. Leiden Sie selber an solchen Hautveränderungen, dann sollten Sie sich beim Hautarzt untersuchen lassen. Wird der weiße Hautkrebs frühzeitig entdeckt, lässt er sich mit Salben oder anderen oberflächlichen Therapien erfolgreich behandeln.

Wer sich trotz aller Warnungen noch immer ungeschützt der Sonne aussetzt, geht den Experten zufolge ein großes Hautkrebsrisiko ein.


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Letzte Änderung: 22.07.2019