Abonnieren Sie den vigo-Newsletter. Wir halten Sie zu allen interessanten Gesundheitsthemen auf dem Laufenden!

Wir verwenden Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.

Können Akupressurmatten gegen Schmerzen helfen?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Katze liegt auf einer Akkupressurmatte

Bildnachweis: © stock.adobe.com / Caterina Trimarchi

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Können Akupressurmatten gegen Schmerzen helfen?

Expertenbild

Die Expertin zum Thema

Anja Schaal

Fachärztin für Anästhesie und Intensivmedizin
ServiceCenter AOK-Clarimedis

„Ja, aber die Betonung liegt auf können. Die spitzen Kunststoffnadeln der Akupressurmatten können unterstützend bei Schmerzen und Verspannungen in Rücken und Nacken eingesetzt werden und auch als Erste-Hilfe-Maßnahme nach einem Hexenschuss wurden damit schon gute Erfahrungen gemacht. Die über die Matte erzielte Akupressur kann helfen, die Rückenfaszie und die verkrampften Muskeln zu entspannen. Die Kunststoffspitzen üben Druck auf den Rücken und/oder Nacken aus, wodurch die Durchblutung angeregt und die Muskeln besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Außerdem werden durch Aktivierung der Schmerzrezeptoren schmerzlindernde Botenstoffe freigesetzt.

Aber auch bei Stress, Ängsten, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Müdigkeit wurden schon gute Ergebnisse erzielt. Akupressur gibt es aber auch fern der Matte – etwa als Igelball zur Behandlung der Füße oder als Nadel-Roller für die Massage der Beine. Wichtig: Eine Akupressurmatte ersetzt keinen Arztbesuch. Haben Sie wiederkehrende Schmerzen, suchen Sie einen Arzt auf und besprechen Sie mit ihm eine entsprechende Therapie.

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Die Matten eignen sich im Übrigen nicht für alle Menschen. Der Schmerzreiz kann in seltenen Fällen bei Epileptikern zu einem Anfall führen und die verstärkte Durchblutung bei Schwangeren Wehen auslösen. Und auch wer unter Blutgerinnungsstörungen leidet, sollte wegen möglicher Mikroeinblutungen lieber verzichten, ebenso wie Neurodermitiker, deren Haut auf den Druckreiz überreagieren könnte. Menschen mit derartigen Vorerkrankungen sowie Schwangere sollten vor dem Kauf einer Matte ihren behandelnden Arzt dazu befragen.“


AOK-Clarimedis – kompetente Informationen am Telefon: 0800 1 265 265

Das telefonische ServiceCenter AOK-Clarimedis ist für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Ein Team aus Fachärzten, Krankenschwestern und -pflegern, Ernährungsberatern und Versicherungsexperten gibt kompetente Auskünfte zu den Themen Medizin und Versicherung.

Sie erreichen AOK-Clarimedis rund um die Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 1 265 265.

Letzte Änderung: 11.09.2022