Warum kommt es in der kalten Jahreszeit zu Grippewellen?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Frau im Schlafanzug und in eine Wolldecke gewickelt trinkt aus einem Becher.

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Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Warum kommt es in der kalten Jahreszeit zu Grippewellen?

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Der Experte zum Thema

Dr. Maik Irmisch

Facharzt für Innere Medizin
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Dieser Frage gingen vor einigen Jahren US-amerikanische Forscher auf den Grund. Sie haben diverse Studien zu dem Verhalten der Grippeerreger bei verschiedenen Temperaturen und unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit zusammengetragen und analysiert. Ihr Ergebnis: Die Viren überleben länger und können besser übertragen werden, wenn die absolute Luftfeuchtigkeit sehr gering ist. Kalte Luft kann viel weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme Luft. Also finden die Viren im Winter ideale Voraussetzungen, um sich zu vermehren und auszubreiten, denn auch die warme Heizungsluft in Wohnungen ist eher trocken.

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Eine Empfehlung im Kampf gegen die Grippe lautet daher, die Zimmerluft möglichst anzufeuchten. Das sollte durchaus auch zuhause, besonders aber in Krankenzimmern, Notaufnahmen oder öffentlichen Gebäuden mit viel Publikumsverkehr durchgeführt werden. Selbstverständlich sei auch nochmals auf die Impfung gegen die echte Grippe hingewiesen, die im Gegensatz zu einfachen grippalen Infekten sehr schwer verlaufen kann.


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Das telefonische ServiceCenter AOK-Clarimedis ist für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Ein Team aus Fachärzten, Krankenschwestern und -pflegern, Ernährungsberatern und Versicherungsexperten gibt kompetente Auskünfte zu den Themen Medizin und Versicherung.

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Letzte Änderung: 18.01.2015