Jodmangel und seine gesundheitlichen Folgen

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Ärztin tastet den Hals einer jungen Frau ab.

Bildnachweis: © wdv / Olaf Georg Hermann

Ein chronischer Jodmangel kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Deshalb ist es wichtig, die Anzeichen eines Defizits frühzeitig zu erkennen. Wir helfen Ihnen dabei.

Führen wir unserem Körper zu wenig Jod zu, kann die Schilddrüse nicht genügend Hormone produzieren. Um dieses Defizit auszugleichen, bildet das Organ dann mehr Schilddrüsenzellen, die seine Aktivität steigern. So kann die Schilddrüse sich schließlich krankhaft vergrößern. Es entwickelt sich ein sogenannter Jodmangelkropf, der Arzt spricht von einer Struma.

Ein Kropf sieht nicht nur unschön aus, bei einer gewissen Größe übt er zudem Druck auf die Speise- und Luftröhre sowie die Blutgefäße im Halsbereich aus. Dies kann zu Schluckbeschwerden, Luftnot und Beklemmungsgefühlen führen.

Arzt hört mit dem Stethoskop die Brust eines Mannes ab.

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Diese Anzeichen können auf eine Struma hinweisen:

  • Enge- und Druckgefühl im Hals (typisches „Kloß-Gefühl“)
  • Atem- und Schluckbeschwerden
  • Größerer Halsumfang
  • Veränderung der sichtbaren Halsvenen

Bitte beachten Sie: Hundertprozentige Sicherheit über die Funktion Ihrer Schilddrüse gibt nur ein Bluttest. Sollten Sie Anzeichen für eine Schilddrüsenerkrankung bei sich oder Ihrem Kind feststellen, ist es ratsam, diese umgehend bei Ihrem Arzt abzuklären.


Jodbilanz im Lot

Damit die Schilddrüse gesund bleibt, sollte ein Erwachsener täglich 180 bis 200 Mikrogramm Jod zu sich nehmen. Das ist gar nicht schwer.

Letzte Änderung: 07.12.2014