Kleidung mit UV-Schutz: Das Etikett gibt Auskunft

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Ein Paar läuft über die Dünen.

Bildnachweis: © wdv / Mathias Stalter

Spezielle Kleidung schützt vor schädlichen UV-Strahlen. Lesen Sie, worauf Sie achten sollten.

Kleidung bietet einen guten Schutz vor der Sonne – besonders wenn sie einen eingebauten Lichtschutzfaktor hat. Ähnlich wie bei Sonnencremes besagt der Zusatz UPF 20 (für Ultraviolet Protection Factor 20) oder USF 20 (UV-Schutzfaktor 20), dass der Träger dieses Kleidungsstücks 20-mal länger in der Sonne bleiben kann. Die Haut darunter ist geschützt. Bei einer Eigenschutzzeit von zehn Minuten ergibt das 200 Minuten, sprich: 3 Stunden und 20 Minuten. Ein UPF kann zwischen 20 und 80 liegen und wird am Label ausgezeichnet. So lange sollten Sie jedoch nicht in der Sonne legen.

Allerdings gibt es Unterschiede bei den Prüfverfahren. So wird nach dem australisch-neuseeländischen Standard (AS/NZS 4399) die Kleidung im Neuzustand geprüft. Veränderungen durch Waschen oder Dehnen werden dagegen nicht berücksichtigt. Dafür werden nur Textilien ausgezeichnet, die mindestens einen Schutzfaktor von 15 haben.

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Der UV-Standard 801 gibt an, wie hoch der Schutz für den empfindlichsten Hauttyp ist – und zwar auch wenn der Stoff gedehnt und gescheuert wurde, nass ist und mechanische Abnutzung durch Tragen und Textilpflege aufweist. Er geht von einer maximalen Strahlungsintensität mit dem Sonnenspektrum in Melbourne, Australien, am 1. Januar eines Jahres (also auf dem Höhepunkt des australischen Sommers) aus.

Dann gibt es noch den Europäischen Standard EN 13758-1. Da sich das Sonnenspektrum auf der Nordhalbkugel von dem in Australien unterscheidet, wird das von Albuquerque in New Mexico, USA, herangezogen. Das ist in etwa so wie in Südeuropa. Er misst ebenfalls nur den UV-Schutz des neuen, ungedehnten und trockenen Gewebes. Ebenso wie der amerikanische Standard AATCC 183, der in den USA angewandt wird.

Nach EN 13758-1 zertifizierte Textilien müssen übrigens einen Schutzfaktor von mindestens 30 aufweisen und der Schnitt der Kleidung sollte nur wenig Haut der Sonne aussetzen. Außerdem dürfen maximal fünf Prozent der UV-A-Strahlung durch den Stoff gelangen.

Letzte Änderung: 22.05.2019