Was ist eine Wundrose?

Frage der WocheLesezeit: min.
Ältere Frau untersucht die Haut an ihrer Schulter.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Was ist eine Wundrose?

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Die Expertin zum Thema

Wibke Fishman

Examinierte Fach­kranken­schwester für Psychia­trie
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Eine Wundrose, wissenschaftlich auch als Erysipel bezeichnet, ist eine akute bakterielle Infektion der Haut. Typische Erreger für diese Infektion sind Streptokokken der Gruppe A. Als Eintrittspforte dient den Bakterien die vorgeschädigte Haut, zum Beispiel bei Ekzemen, Phlegmonen, nach Insektenstichen, oberflächliche Kratzer oder auch Thrombophlebitis (akute Thrombose und Entzündung von oberflächlichen Venen).

Die Wundrose kann überall auf der Haut vorkommen, am häufigsten entwickelt sie sich an Armen oder Unterschenkeln. Symptome sind lokale Rötung und Schwellung, die nach und nach zunehmen. Es kann auch zu Blutungen oder Blasenbildung kommen, in selten Fällen ist Nekrosenbildung (Absterben von Gewebe) möglich. Begleitet wird die Entzündung von Hitzegefühl, Juckreiz und Druckschmerz, in akuten Fällen schwellen die Lymphknoten an und es kommen Schüttelfrost, Fieber, Gelenk- und Kopfschmerzen und Übelkeit hinzu.

Kühlen Sie die betroffene Stelle vorsichtig. Lagern Sie Extremitäten hoch, wenn diese betroffen sind. Vermeiden Sie bei einem Gesichtserysipel das Sprechen und nehmen Sie Flüssignahrung zu sich, denn je weniger Sie die betroffene Körperregion bewegen, umso geringer ist die Gefahr, dass die Infektion weiter fortschreitet. Halten Sie Bettruhe ein und sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine medikamentöse Therapie (Schmerzmittel und Antibiotika).


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Letzte Änderung: 09.09.2019