Wie gefährlich sind multiresistente Keime in Gewässern?

Frage der WocheLesezeit: 3:00 min.

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Diese Woche: Wie gefährlich sind multiresistente Keime in Gewässern?

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Der Experte zum Thema

Bernhard Schlüter

Exami­nierter Kranken­pfleger
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Journalisten des NDR haben für die Sendung „Panorama“ Proben aus Gewässern in Niedersachsen entnommen. Die Proben wurden von Wissenschaftlern der TU Dresden und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung untersucht. Das Ergebnis: In allen Proben konnten multiresistente Erreger – also Keime, gegen die Antibiotika nicht mehr wirken – nachgewiesen werden.

So gelangen die Keime in die Gewässer

Diese multiresistenten Erreger gelangen durch den übermäßigen Gebrauch von Antibiotika über Haushalte, Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen in das Abwasser – und damit in Bäche, Flüsse und Seen. Experten vermuten, dass die Keime auch aus der Tierhaltung über das Grundwasser in die Gewässer kommen. Aktuell ist es nicht möglich, die Keime in Kläranlagen komplett zu beseitigen.

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Geringes Gesundheitsrisiko

Experten schätzen das Gesundheitsrisiko, das von multiresistenten Keimen in öffentlichen Gewässern ausgeht, für gesunde Menschen als gering ein. Beim Baden in Flüssen oder Seen sollten Sie jedoch darauf achten, dass kein Wasser in Ihren Mund gelangt. Nach dem Baden ist Abduschen Pflicht. Wenn Sie offene Wunden haben, sollten Sie auf das Baden verzichten. Auch in Bezug auf das Trinkwasser gilt: Die Risiken für den Verbraucher sind gering. Denn Trinkwasser wird in Deutschland mechanisch und biologisch aufbereitet und streng kontrolliert. Eine Belastung mit multiresistenten Keimen konnte hier bisher nicht nachgewiesen werden.


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Letzte Änderung: 08.04.2018