Was ist das Durchgangssyndrom?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Arzt und Krankenschwester im OP mit Mundschutz und Haube.

Bildnachweis: © wdv / Alex Schwandner

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Was ist das Durchgangssyndrom?

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Der Experte zum Thema

Bernhard Schlüter

Exami­nierter Kranken­pfleger
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Das Durchgangssyndrom ist eine psychische Störung, die nach einer Operation entstehen kann. Typische Anzeichen sind Unruhe, Desorientierung und Verwirrtheit. Auch körperliche Symptome wie starkes Schwitzen sowie ein Puls- und Blutdruckanstieg können auftreten. Dieser Zustand hält in der Regel Stunden oder auch Tage lang an.

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Die Ursachen des Durchgangssyndroms sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Als wahrscheinlich gilt, dass es auf Reaktionen auf die Narkosemedikamente zurückzuführen ist. Andere körperliche Erkrankungen wie Diabetes, Übergewicht und Bluthochdruck können das Auftreten begünstigen. Aber auch eine veränderte Umgebung, die Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus, Stress, Ängste oder psychiatrische Vorerkrankungen spielen eine Rolle.

Das Durchgangssyndrom betrifft vor allem ältere Menschen. In den meisten Fällen bilden sich die Symptome wieder zurück. Nur ganz selten entsteht eine dauerhafte Störung, die schließlich zur Pflegebedürftigkeit führt.


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Letzte Änderung: 27.02.2017