Abonnieren Sie den vigo-Newsletter. Wir halten Sie zu allen interessanten Gesundheitsthemen auf dem Laufenden!

Corona-Virus: Was ist das?

Frage der WocheLesezeit: 3:00 min.

Bildnachweis: © Adobe Stock / shintartanya

Stand: 18.03.2020

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Corona-Virus: Was ist das?

Expertenbild

Der Experte zum Thema

Bernhard Schlüter

Exami­nierter Kranken­pfleger
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Beim Corona-Virus (SARS-CoV-2-Virus), das die Erkrankung "Covid-19" auslöst, handelt es sich um ein neuartiges Virus, das Ende 2019 erstmalig in der Region Wuhan in China aufgetreten ist. Für gesunde Menschen ist das Virus eher harmlos und verursacht oft nur leichte Symptome. Für Menschen mit Vorerkrankungen und schwachem Immunsystem kann Covid-19 im schlimmsten Fall tödlich verlaufen.

„Corona“ beschreibt das Aussehen des Virus unter dem Mikroskop: Es besitzt eine kronenförmige Hülle.

Die AOK hat für ihre Versicherten eine kostenlose Servicenummer eingerichtet, an die Sie sich bei allen Fragen zum Corona-Virus rund um die Uhr wenden können: 0800 1 265 265.

Wie kann ich mich anstecken? Wie wird das Virus übertragen?

Das Corona-Virus breitet sich weltweit aus, auch in Deutschland erhöhen sich täglich die Fallzahlen. In vielen Bundesländern wurden deshalb die Schulen, Kindertagessstätten und zum Teil auch Universitäten geschlossen, zudem finden vermehrt Grenzkontrollen zu Nachbarländern statt.

Das Corona-Virus ist hochansteckend, Patienten infizieren sich durch eine Tröpfcheninfektion. Betroffene sollten stets in den Ärmel niesen oder husten. Dadurch verhindern sie zwar nicht zwangsläufig den „Tröpfchen-Ausbruch“ in die unmittelbare Umgebung – andere Menschen, denen Erkrankte die Hand geben sowie Türklinken, Geldscheine und Münzen berühren, werden aber auf diese Weise nicht kontaminiert.

Betroffene sind schon in der Inkubationszeit ansteckend. Diese kann bis zu 14 Tage dauern. Versuchen Sie daher grundsätzlich, soziale Kontakte zu meiden, auch wenn Sie oder Ihre sozialen Kontakte keine Symptome aufweisen.

Wie kann ich verhindern, dass ich mich anstecke?

Achten Sie immer auf eine gute persönliche Hygiene und regelmäßiges Händewaschen mit Seife, auch in der Grippesaison und typischen Erkältungszeit. Vermeiden Sie den Kontakt zu Menschen, die an einer Atemwegserkrankung leiden (zum Beispiel Asthma oder COPD). Das Risiko einer schweren Infektion ist für solche Patienten sehr hoch.

Das Robert-Koch-Institut hat die Gefahr für eine Ansteckung mit dem Corona-Virus in Deutschland mittlerweile als „hoch“ eingestuft. Meiden Sie den Kontakt zu Erkrankten. Betroffene, die an dem Corona-Virus erkrankt sind, können einen Mundschutz tragen und so die Verbreitung der Viren minimieren.

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Welche Symptome werden durch ein Corona-Virus ausgelöst?

Viele Infekte verlaufen ohne oder mit nur sehr milden Erkältungssymptomen. Ansonsten können sich Anzeichen einer atypischen Lungenentzündung zeigen, häufig mit Fieber, Unwohlsein, trockenem Husten und Kurzatmigkeit. Bei älteren und immungeschwächten Patienten mit Vorerkrankungen kann Covid-19 eine schwere Lungenentzündung hervorrufen und sogar tödlich verlaufen.

Kann ich noch verreisen?

Das Auswärtige Amt hat eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Verzichten Sie daher auf alle unnötige Reisen ins Ausland.

Was soll ich tun, wenn ich glaube, dass ich mich angesteckt habe?

Wenn Sie kürzlich in einem der betroffenen Gebiete waren und Fieber sowie Atemwegsbeschwerden haben, oder wenn Sie engen Kontakt mit einem Erkrankten oder einer Person aus den betroffenen Gebieten hatten, dann kontaktieren Sie umgehend telefonisch einen Arzt und bleiben Sie in jedem Fall zu Hause. Ein Test per Abstrich wird in der Regel nur bei vorliegenden Symptomen und einem Kontakt mit einem Betroffenen gemacht.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts.

Letzte Änderung: 18.03.2020