Was ist bei der Einnahme von Antibiotika zu beachten?

Frage der WocheLesezeit: 1:30 min.
Antibiotika

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Was ist bei der Einnahme von Antibiotika zu beachten?

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Der Experte zum Thema

Bernhard Schlüter

Exami­nierter Kranken­pfleger
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Antibiotika helfen, Infektionen zu behandeln. Sie unterstützen das körpereigene Abwehrsystem bei der Bekämpfung von Bakterien. Bei Erkrankungen, die durch Viren verursacht werden, helfen sie nicht.

Daher sollten Sie Antibiotika nur dann einnehmen, wenn der Arzt eine Diagnose gestellt und Ihnen ein Antibiotikum verschrieben hat. Er wird Ihnen auch sagen, wie Sie das Antibiotikum einnehmen müssen. Es ist wichtig, die Therapie nicht zu verkürzen, da es sonst passieren kann, dass das Antibiotikum nicht richtig wirkt. Werden Antibiotika nicht richtig eingenommen, dann bilden die Bakterien Überlebensstrategien. Sie können sich anpassen und sich an die Wirkstoffe gewöhnen. Es bilden sich Resistenzen: Das Antibiotikum wirkt also nicht mehr gegen die Bakterien und kann die Krankheit nicht mehr bekämpfen. Durch ein Antibiogramm kann getestet werden, gegen welchen Wirkstoff die gefundenen Bakterien sensibel sind. Da es nicht beliebig viele Antibiotika gibt, sollte der Einsatz sorgsam überlegt sein.

Verschiedene Tabletten in einer Reihe.

Medikamente

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Diese Fehler können die Bildung von Resistenzen begünstigen:

  • Zu niedrige Dosierung – Keime werden nicht ausreichend bekämpft und überleben.
  • Falscher Einsatz bei Viren – gegen Viren helfen Antibiiotika nicht. Idealerweise wird durch Abstriche oder Sekret-Gewinnung beim Arzt überprüft, ob es sich um einen bakteriellen Befall handelt.
  • Zu kurze Dauer – Keime überleben und können diese „erlernte“ Anpassung an die Nachkommen weitergeben.
  • Nicht korrekte Einnahme – falsche Zeitabstände. Der Medikamentenspiegel fällt ab und Bakterien gewöhnen sich an den Wirkstoff.

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Letzte Änderung: 30.10.2019