Weihnachtsgewürze mit Wirkung (Fortsetzung)

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Weihnachtliche Dekoration: Walnüsse und Orangen gespickt mit Nelken.

Bildnachweis: © wdv / Frank Blümler

Muskatnuss:

Nicht nur Gemüse oder Eierspeisen werden mit dem arabischen Gewürz schmackhafter, sondern auch Lebkuchen und Pfeffernüsse erhalten damit eine spezielle Note. In der traditionellen Medizin werden Muskatnuss und Muskatnussöl für Krankheiten des Verdauungssystems verwendet. Ätherisches Muskatöl wird als Aromastoff in Zahnpasten eingesetzt. Übrigens hat Muskatnuss in höheren Mengen eine halluzinogene Wirkung – die aber in Weihnachtsgebäck oder Speisen nie erreicht wird. Dennoch sollte man das Gewürz für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nelken:

Nelken gehören unbedingt zu Weihnachten. Sie verströmen einen wunderbaren Duft. Neben Glühwein und Punsch verfeinern sie auch verschiedenste Weihnachtsbäckereien. Bekannt ist die Wirkung von Nelken bei Zahnschmerzen und Schleimhautentzündungen. Durch das Kauen auf einer Knospe werden Inhaltsstoffe freigesetzt, die Bakterien und Viren bekämpfen und betäubend und krampflösend wirken. Bei Blähungen, Rheuma und als Insektenabwehr wirken Gewürznelken ebenfalls.

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Piment:

Für Aachener Printen ist Piment quasi unentbehrlich. In der Naturheilkunde schreibt man dem Piment eine positive Wirkung bei Magen- und Darmbeschwerden zu, es regt die Verdauung und den Speichelfluss an. Das in Piment-Öl enthaltene Methyleugenol ist jedoch krebserregend, weswegen man von einem übermäßigen Verzehr absehen sollte.

Vanille:

Der Duft ist unvergleichlich und markant, ebenso wie der Geschmack dieses Gewürzes. Vanillekipferl gehören einfach auf jeden Weihnachtsteller. Vanille hat aber auch eine entzündungshemmende Wirkung und soll deshalb u.a. bei Ekzemen helfen. Auch ein positiver Einfluss auf die Stimmung wird ihr zugeschrieben.

Zimt:

Auch Zimt ist aus der Weihnachtszeit nicht wegzudenken. Zimtstangen werden als Deko verwendet und natürlich enthalten die leckeren Zimtsterne das köstliche Gewürz. Zimt wirkt antiviral und antibakteriell. Der Gewürzhandel unterscheidet zwischen Ceylon-Zimt (aus Sri-lanka) und dem etwas schärfer würzenden Cassia-Zimt (aus China). In Zimt – vor allem im billigeren Cassia-Zimt oder chinesischen Zimt – ist Cumarin enthalten, das in hohen Dosen als gesundheitsschädlich gilt. Daher sollte man den teureren Ceylon-Zimt verwenden, der z. B. in Reformhäusern und Apotheken erhältlich ist und aufgrund des geringen Cumarin-Gehalts als unbedenklich gilt.

Letzte Änderung: 24.11.2016