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Was ist die pAVK (Schaufensterkrankheit)?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Auch Schaufensterkrankheit genannt: Was ist die pAVK?

Bildnachweis: © istockphoto.com / structuresxx

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Was ist die pAVK (Schaufensterkrankheit)?

Expertenbild

Der Experte zum Thema

Bernhard Schlüter

Exami­nierter Kranken­pfleger
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) handelt es sich um eine Durchblutungsstörung der Beine. Dabei sind die Arterien in den Beinen verengt. Deshalb wird die Muskulatur nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Unter Belastung – also zum Beispiel beim Gehen – äußert sich das bereits nach kurzer Zeit durch starke Schmerzen in den Beinen. Der medizinische Begriff hierfür lautet Claudicatio intermittens.

Nach einer kurzen Pause reduzieren sich die Schmerzen, Betroffene können wieder weitergehen. Für Außenstehende sieht das ständige Stehenbleiben wie ein Schaufensterbummel aus. Deshalb wird die pAVK umgangssprachlich auch Schaufensterkrankheit genannt.

Risikofaktoren

Die Ursache für die Durchblutungsstörung ist meistens eine Arteriosklerose (Gefäßverkalkung). Folgende Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, eine Arteriosklerose und damit auch eine pAVK zu entwickeln:

  • Rauchen
  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Cholesterinwerte
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel

Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit mit dem Alter und wenn mehrere der oben genannten Risikofaktoren vorliegen. Zudem sind Männer häufiger von der Schaufensterkrankheit betroffen als Frauen.

Erste Anzeichen der pAVK sind zum Beispiel ein schlecht tastbarer Puls, kalte Beine und blasse Haut. Wenn Sie entsprechende Symptome haben, sollten Sie Ihre Beschwerden bei einem Angiologen (Gefäßmediziner) abklären lassen.

Frau mit Headset am Computer.

AOK-Clarimedis

Medizinische Hilfe am Telefon.

Behandlung

Wenn Vorerkrankungen vorliegen, sollten diese gut eingestellt werden. Ein Rauchstopp verhindert eine zusätzliche oder weitere Gefäßverengung. Dann gibt es noch Medikamente zur Gefäßerweiterung und Blutverdünnung. In schweren Fällen kommt auch eine Operation infrage, um eine pAVK zu behandeln. Betroffene können außerdem versuchen, mit regelmäßigem Training die Gehstrecke zu verlängern.

Eine gesunde, ausgeglichene Ernährung sowie regelmäßige Bewegung sind ein guter Weg, um der Entstehung von Durchblutungsstörungen vorzubeugen.


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Letzte Änderung: 12.08.2020