Diabetes: Insulinspritze gehört zum Alltag

Die unterschiedlichen Typen

Diabetes ist nicht gleich Diabetes. Es gibt verschiedene Formen der Zuckerkrankheit. Wir erklären die Unterschiede.

Kohlenhydrate werden in unterschiedlicher Form mit der Nahrung aufgenommen und im Dünndarm in Einfachzucker, Glukose, gespalten. Glukose wird in die Körperzellen transportiert und dort in Energie umgewandelt. Dafür ist Insulin notwenig, ein Hormon, das die Bauchspeicheldrüse produziert. Ein Mangel an Insulin löst Diabetes aus. Rund acht Millionen Betroffene gibt es, die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich höher.

Rund zehn Prozent der Zuckerkranken leiden an Diabetes Typ 1, der vor allem bei Kindern und Jugendlichen auftritt. Der Körper stellt zu wenig Insulin her. Grund dafür ist eine Autoimmun-Erkrankung. Das Abwehrsystem des Körpers behandelt körpereigene Zellen wie einen Feind. So werden beispielsweise die Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört, die Insulin produzieren. Die Folge: Wer an Diabetes Typ 1 erkrankt, muss seinem Körper lebenslang Insulin per Spritze zuführen.

Weitaus häufiger (bei 90 Prozent aller Zuckerkranken) tritt Diabetes Typ 2 auf – eine typische Zivilisationskrankheit mit erblichem Hintergrund. Die Betroffenen essen zudem jahrelang zu viel, zu süß, zu fett. Der Körper produziert immer mehr Insulin, um das alles abzubauen – und irgendwann stumpfen die Zellen ab und sprechen nicht mehr auf das Hormon an. Ursprünglich waren fast nur Menschen jenseits der 60 davon betroffen, daher nennt man diese Form der Zuckerkrankheit auch „Altersdiabetes“. Seit einigen Jahren entdecken ihn Ärzte vermehrt bei Kindern und Jugendlichen, als Folge von Bewegungsmangel und Übergewicht.

Letzte Änderung: 28.08.2013



Alterszucker im Griff

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