Arztnetze: Bestens versorgt

InterviewLesezeit: 3:00 min.
Ärzte besprechen sich bei der Visite.

Bildnachweis: © wdv / Alex Schwandner

Ein Arzt in der Nähe – das wünschen sich viele Patienten. Eine wohnortnahe Behandlung im Krankheitsfall ist auch das erklärte Ziel des Arztnetzes Bergisch Land. Außerdem: Die Qualität der ärztlichen Behandlung soll mit Hilfe des Netzwerkes optimiert, lange Wartezeiten und zeitintensive Doppeluntersuchungen sollen vermieden werden. Wie das funktionieren kann, erklärt Herbert Langer, zuständiger Referent bei der AOK Rheinland/Hamburg.

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Der Experte zum Thema

Herbert Langer

Referent Arztnetz Bergisch Land
AOK Rheinland/Hamburg

Was genau ist das Arztnetz Bergisch Land?

Redaktion

21 Haus- und 26 Fachärzte aus dem Bergischen Land, genauer gesagt aus Remscheid, Radevormwald, Hückeswagen und Wermelskirchen, haben sich 2007 zu dem Arztnetz Bergisch Land zusammengeschlossen. Damals war unter anderem ein Ziel, so genannte Qualitätszirkel, also Fachtreffen von Ärzten zu bestimmten Themen, durchzuführen. Später entstand zudem der Wunsch, enger mit Krankenkassen zusammen zu arbeiten. Seit dem 1. September 2013 gibt es nun ein gemeinsames Gesundheitsprojekt „Integrierte Versorgung Bergisch Land“ mit der AOK Rheinland/Hamburg.

Herbert Langer

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Wie läuft die Zusammenarbeit der Mediziner ab?

Redaktion

Momentan findet der Informationsaustausch aller an der Behandlung beteiligten Ärzte noch über E-Mail oder Fax statt. Langfristiges Ziel ist eine elektronische Patientenakte, auf die jeder Arzt zurückgreifen kann. Damit sich die Mediziner weiterhin auf die Behandlung der Versicherten konzentrieren können, hat das Arztnetz Bergisch Land für die Administration extra eine Mitarbeiterin eingestellt. Sie organisiert unter anderem Aus-, Fort- und Weiterbildungen. Geplant sind darüber hinaus die Definierung so genannter Behandlungspfade, die vor Ort eine leitliniengerechte Versorgung ermöglichen. Darin soll zum Beispiel geklärt werden, was der Hausarzt untersucht und wie es dann beim Facharzt weitergeht.

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Welche Vorteile ergeben sich für den Patienten?

Redaktion

Der Patient soll eine noch bessere, wohnortnahe medizinische Versorgung in seiner Region erhalten. Unnötige Doppeluntersuchungen werden vermieden, weil jeder Arzt weiß, was der Kollege getan hat und die Ergebnisse jederzeit einsehen kann. Bei Facharztterminen ergeben sich zudem kürzere Wartezeiten. Während der gesamten Behandlung übernimmt der Hausarzt innerhalb des Arztnetzes die Betreuung des Patienten und fungiert als Lotse im Gesundheitssystem.

Herbert Langer

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Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Arztnetzes Bergisch Land.

Arzt hört mit dem Stethoskop die Brust eines Mannes ab.

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Letzte Änderung: 09.02.2014

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