Herpes – hilfe, es bitzelt!

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Eine Jugendliche mit einem Lippenstift in der Hand macht einen Kussmund.

Bildnachweis: © wdv / Oana Szekely

Kennen Sie das? Plötzlich kribbelt es an der Lippe und bereits einige Stunden später sind die Bläschen da: Herpes. 90 Prozent der Deutschen tragen das Virus zunächst ohne Auswirkungen in sich. Bei vielen kommt es im Laufe ihres Lebens zum Ausbruch, manchmal sogar mehrmals im Jahr.

Es gibt ihn auf der ganzen Welt – den sogenannten Herpes-simplex-Virus. Die häufigste Stelle, an der der Erreger sich in Form von brennenden Bläschen zeigt, ist der Übergang vom Lippenrot zur Haut. Es können aber auch Nase, Mundschleimhaut und der Genitalbereich betroffen sein.

Eine erste Infektion findet häufig schon im Kindesalter statt, wobei sich nur selten Symptome zeigen. Das Virus verbleibt dann in einem Ruhezustand im Organismus. Es kann aber jederzeit ausbrechen. Dann spannt zunächst die Haut an den Lippen und nach einigen Stunden bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte, schmerzhafte Bläschen.

Frau joggt über eine Wiese mit hohem braunem Gras.

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Die Ursachen für einen Ausbruch des Virus sind vielfältig. Generell begünstigt ein geschwächtes Immunsystem die Bedingungen für den Erreger. So kann körperlicher und psychischer Stress in jeder Form – zum Beispiel Trauer, Ärger, zu intensiver Sport oder Ekel – Herpes aktivieren. Aber auch andere Einflüsse, wie Hautreizungen, Sonnenbrand oder Hormonschwankungen, führen unter Umständen zu einem Ausbruch.

Leider gibt es gegen Herpes keine Impfung und nur eingeschränkte Möglichkeiten, einem neuerlichen Ausbruch vorzubeugen. Die wichtigste Prophylaxe ist, sein Immunsystem mit ausgewogener Ernährung, Bewegung und Entspannung zu stärken. Es hilft auch, seine Haut typgerecht zu pflegen, vor allem sollte die Region um Lippen und Nase nicht austrocknen.

Blitz-Tipps bei Herpes

Letzte Änderung: 11.06.2012