Rheumatoide Arthritis – die Schmerzen behandeln

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Hand hält ein Rezept.

Bildnachweis: © wdv / Olaf Georg Hermann

Eine rheumatoide Arthritis ist nicht heilbar, dafür aber behandelbar. Die Therapie erfolgt meist mithilfe entzündungshemmender Medikamente und regelmäßiger Physiotherapie. Auch die physikalische Therapie kann Linderung bringen. Außerdem können Rheumapatienten mit einfachen Mitteln wie mit einer gesunden Ernährung selbst viel für eine Besserung ihres Zustands tun. Lesen Sie mehr über die möglichen Behandlungsformen bei einer rheumatoiden Arthritis.

Im Verlauf einer rheumatoiden Arthritis kommt es infolge einer Autoimmunreaktion zu chronischen Entzündungen in den Gelenken. Sie schmerzen, schwellen an und sind in der Bewegung eingeschränkt. Auch wenn die Krankheit noch nicht als heilbar gilt, stehen den Patienten heute zahlreiche Therapieansätze zur Verfügung. Sie haben das Ziel, dem Patienten einen weitgehend beschwerdefreien Alltag zu ermöglichen. Dabei gilt: Je früher die Krankheit erkannt wird, desto größer sind die Chancen auf einen positiven Krankheitsverlauf.

Medikamente gegen die rheumatoide Arthritis

Die größte Bedeutung bei der rheumatischen Arthritis hat die medikamentöse Therapie. Während die symptomatische Therapie darauf abzielt, akute Schmerzen und Entzündungen zu lindern, wird die sogenannte Basistherapie durchgehend eingesetzt. Sie soll Entzündungsprozesse bereits am Entstehen hindern und so die akuten Krankheitsschübe reduzieren. Eine wichtige Rolle spielt auch die Ernährungstherapie.

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Über- und Untergewicht sollten vermieden werden. Es sollten vermehrt Omega-3-Fettsäuren zugeführt werden, z. B. über erhöhten Fischkonsum und Einsatz von Raps- oder Leinöl. Fleischverzicht ist unnötig, aber es sollten arachidonsäure-arme Varianten, wie Geflügel und Wild, bevorzugt werden.

Den Körper stärken

Kraft, Ausdauer, Koordination, Haltung und Gehfähigkeit der Patienten werden mit konsequenter Physiotherapie gefördert. Physikalische Maßnahmen wie Wärme-, Kälte- und Elektrotherapie helfen bei akuten Schmerzen und Muskelverspannungen. Sport ist – in der richtigen Dosis und unter Beobachtung – ausdrücklich erlaubt. Als besonders geeignet gelten Sportarten wie Radfahren, Walken oder Aqua-Jogging.

Ist die rheumatische Arthritis weit fortgeschrittenen und für den Patienten mit starken Schmerzen verbunden, kann das zerstörte Gelenk schließlich in einer OP durch Prothesen ersetzt oder versteift werden. Daneben gibt es eine Reihe praktischer Hilfsmittel und Gehhilfen, die den Alltag erleichtern können. Bei frühzeitiger und konsequenter Behandlung können heute solch fortgeschrittene Krankheitsstadien vermieden werden.

Letzte Änderung: 14.02.2016