Rheumatoide Arthritis – chronisch entzündete Gelenke

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Arzt gibt einem Patienten die Hand.

Bildnachweis: © wdv / Olaf Georg Hermann

Eine Rheumatoide Arthritis (RA) ist die häufigste Form einer chronisch rheumatischen Gelenkentzündung. Wenn sich Finger und Hände am Morgen nur mühsam bewegen lassen oder Grund- und Mittelgelenke der Finger geschwollen sind, können das Zeichen für diese Form der Autoimmunerkrankung sein. Zwar tritt sie bei vielen erst in höherem Lebensalter auf, doch es sind auch schon einige Kinder und Jugendliche von ihr betroffen.

Verlauf

RA ist eine chronisch entzündliche rheumatische Gelenkerkrankung. Antikörper des eigenen Immunsystems greifen dabei fälschlicherweise die Gelenkinnenhaut an. Die Folge: Es treten an mehreren Gelenken gleichzeitig Entzündungen auf und zerstören diese allmählich.

Symptome

Erste Symptome können – neben allgemeinen unspezifischen Symptomen wie etwa Müdigkeit – Schwellungen an den Grund- und Mittelgelenken der Finger sowie am Grundgelenk der Zehen sein. Typisch ist auch, dass beide Körperseiten betroffen sind. Besonders morgens fühlen sich die Gelenke steif an (Morgensteifigkeit) und sind druckempfindlich. Im weiteren Verlauf der Krankheit können auch andere Gelenke wie Ellbogen, Knie sowie Schulter befallen werden, und sogar Organe wie Herz und Lunge können angegriffen werden.

Diagnose

Die Früherkennung ist bei RA besonders wichtig, denn das kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Ziel ist immer, Schäden an den Gelenken weitestgehend zu verhindern oder abzuschwächen.

Der Arzt stellt die Diagnose aufgrund der Veränderungen an den Gelenken, der Schilderungen des Patienten, der Laborwerte und gegebenenfalls mithilfe bildgebender Verfahren, wie etwa Röntgenbildern und Sonographie.

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Ursachen

Die Ursachen für die Erkrankung sind nicht genau geklärt. Wie bei anderen Autoimmunkrankheiten, kann RA erblich bedingt sein. Das zeigt eine Veränderung in bestimmten Genen, die körpereigene und körperfremde Zellen unterscheiden können. Aber auch Umwelteinflüsse und Infektionen könnten eine Rolle spielen.

Behandlung

Bei vielen Patienten nimmt die Krankheit einen leichten bis mittelschweren Verlauf. Heilen lässt sich die RA derzeit noch nicht. Die Therapie, die auf jeden Patienten individuell abgestimmt wird, zielt stets darauf ab, den Prozess der Gelenkzerstörung zu verhindern. Außerdem soll sie die Schmerzen lindern und so die Lebensqualität erhalten bzw. steigern. Zur Verfügung stehen medikamentöse, physio- und ergotherapeutische ebenso wie psychologische Behandlungsmöglichkeiten.

Letzte Änderung: 23.01.2017