Was tun bei Zöliakie & Co.?

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Wenn Bauchschmerzen, Durchfälle oder auch Hautausschläge immer wiederkehren, fällt der Verdacht schnell auf eine Lebensmittelunverträglichkeit. Aber welche? Oft vergehen Wochen oder gar Monate, bis die richtige Diagnose gestellt wird.

Die Symptome vieler Intoleranzen ähneln sich. Relativ eindeutig kann der Arzt durch einen Hauttest (Pricktest) die echten Allergien feststellen. Bei allen übrigen Unverträglichkeiten zeigt sich jedoch keine Immunreaktion und die Suche nach der Ursache gestaltet sich schwieriger. Meist trägt der Arzt dem Patienten auf, ein Ernährungs- und Symptomtagebuch zu führen, um mögliche Auslöser für die Beschwerden zu finden. Hat man ein oder mehrere Lebensmittel in Verdacht, wird eine Diät verordnet, die eben diese ausschließt. Später klärt ein Provokationstest, ob das betreffende Nahrungsmittel tatsächlich Symptome hervorruft. Der Test sollte allerdings nur unter ärztlicher Aufsicht stattfinden.

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Diagnose klar – was nun?

Bei Lebensmittelallergien, aber auch bei Zöliakie, müssen Betroffene meist ihr ganzes Leben lang die Auslöser ihrer Krankheit meiden. Für Zöliakie-Patienten bedeutet dies, dass sie auf alle glutenhaltigen Getreidesorten – also Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel und Grünkern – verzichten müssen. Dies gilt auch für glutenhaltige Back- und Teigwaren.

Da Getreide aber ein wichtiger Bestandteil der Ernährung ist, empfehlen Experten, auf glutenfreie Backwaren auszuweichen. Diese werden aus Reis, Mais, Hirse oder Buchweizen hergestellt und sind in Naturkostläden, Reformhäusern oder gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Beim Kauf von zubereiteten Speisen in Geschäften oder in Restaurants und bei Büfetts gestaltet sich eine gluten- oder kuhmilchfreie Ernährung jedoch schwierig. Zwar müssen selbst kleinste Spuren der häufigsten Allergieauslöser wie beispielsweise Milch, Eier, Fisch, Soja, Nüsse, Sesam, Sellerie und Gluten per Etikett gekennzeichnet werden.

Bei losem Verkauf oder in Restaurants sollte man sich darauf allerdings nicht verlassen. Informieren Sie sich, welche Lebensmittel Gluten, Soja- oder Kuhmilcheiweiß enthalten können. Entsprechende Listen gibt es unter anderem beim Deutschen Allergie- und Asthmabund. Ist es nicht möglich, den Auslöser völlig zu meiden, kann der Arzt Medikamente verschreiben, die die Symptome lindern.

Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten

Letzte Änderung: 10.12.2013