Der Schleimtest: Die Billings-Methode

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Paar bei einer Kissenschlacht.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Bei dieser Methode untersucht die Frau ihren Gebärmutterhalsschleim. Seine Veränderungen geben Aufschluss über die fruchtbaren Tage und ermöglichen es, den nahenden Eisprung zu erkennen.

So funktioniert es

Die Drüsen im Gebärmutterhals produzieren kontinuierlich Schleim (auch Zervixschleim genannt), der in die Scheide abgesondert wird. Im Lauf des Zyklus verändert sich dieser Schleim. Jede Frau kann lernen, diese Veränderungen wahrzunehmen, indem sie den Schleim über einen längeren Zeitraum untersucht.

Das geschieht mithilfe des sogenannten „Fingertests“: Dabei versucht man, die Schleimabsonderung aus der Scheide mit den Fingerspitzen auseinander zu ziehen. An den unfruchtbaren Tagen ist der Schleim zähflüssig. Zieht man die Finger auseinander, spinnen sich keine Fäden zwischen den Fingern. Je näher der Eisprung ist, desto flüssiger wird der Schleim. Er ähnelt dann in Konsistenz und Farbe immer mehr rohem Eiweiß. In den Tagen rund um den Eisprung lässt sich der Schleim dann zwischen Fingern zu langen Fäden ziehen. Nach dem Eisprung wird der Schleim dann wieder klumpiger und zähflüssiger.

So zuverlässig ist die Methode

Während die Billings-Methode in der Sicherheit zur Verhütung einer Schwangerschaft als nicht besonders zuverlässig gilt, sind die Chancen, durch die regelmäßige Kontrolle des Schleims schwanger zu werden, gut. Die fruchtbaren Tage lassen sich recht deutlich eingrenzen. Besonders in Verbindung mit der Temperaturmethode ist sie eine praktikable Option für Paare, die eine Schwangerschaft wünschen. Man spricht dann auch von der sogenannten symptothermalen Methode.

Frau mit Headset am Computer.

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Die Vorteile

Die Billings-Methode ist für viele Frauen durchführbar und trägt dazu bei, die Vorgänge im Körper besser zu verstehen. Sie ist – im Gegensatz zur Temperaturmethode – auch nicht so eng an einen bestimmten Zeitpunkt (tägliche Messung zur gleichen Uhrzeit) gebunden.

Die Nachteile

Meistens ist eine gewisse Übung und Erfahrung notwendig, um die Beschaffenheit des Zervixschleims richtig beurteilen zu können.


Letzte Änderung: 15.01.2014

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