Was hilft bei schweren Beinen?

Frage der WocheLesezeit: 1:30 min.
Foto: Frauenbeine mit Sandalen an den Füßen

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Was hilft bei schweren Beinen?

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Der Experte zum Thema

Bernhard Schlüter

Exami­nierter Kranken­pfleger
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Bei Menschen, die viel stehen oder sitzen, kann es passieren, dass sich Flüssigkeit im Gewebe ablagert. Die Betroffenen haben dann das Gefühl, dass ihre Beine schwer sind. Medizinisch heißen diese Ablagerungen Ödeme. Schuld daran ist eine Veränderung des Blutflusses durch die kleinsten Äderchen – den Kapillaren –, die das Gleichgewicht des Flüssigkeitsaustausches zwischen Blutbahnen und Lymphsystem stört. Meist treten Ödeme im Bereich der Knöchel und Unterschenkel auf. Durch Wärme wird dieser Effekt noch verstärkt. Oft schwellen die Beine über Nacht wieder ab. Halten die Ödeme aber an, können diverse Ursachen dahinterstecken.

So ist etwa eine Venenschwäche ein Grund dafür, dass das Blut nicht mehr so gut strömen kann. Verantwortlich dafür sind in der Regel die Venenklappen. Sie halten nicht mehr dicht und die Ventilfunktion versagt. Die Folge: Krampfadern entstehen und die Venen leiern immer mehr aus. Kompressionsstrümpfe können hier Abhilfe schaffen.

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Tipps gegen schwere Beine

Bewegung ist im Anfangsstadium ein weiteres Mittel, um eine Verbesserung zu erzielen. Indem Sie im Sitzen die Beine bewegen, Gymnastik machen oder einfach nur Umhergehen, aktivieren sie die sogenannte Muskelpumpe, die den Blutfluss anregt. Aber auch kalte Güsse sind hilfreich. Sie bewirken ein Zusammenziehen der Gefäße, was ebenfalls einen Pumpeffekt hat.

Halten die Beschwerden trotz dieser Maßnahmen an, sollte der Arzt abklären, ob eine Herz- oder Nierenschwäche oder eine Schilddrüsenerkrankung für die Ödeme verantwortlich ist.


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Letzte Änderung: 27.08.2017