Was ist eigentlich Muskelkater?

Frage der WocheLesezeit: 1:00 min.
Junge Frau traininiert mit Kurzhanteln, Ansicht Rücken.

Bildnachweis: © wdv / Oana Szekely

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Diese Woche: Was ist eigentlich Muskelkater?

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Der Experte zum Thema

Bernhard Kolbert

Examinierter Krankenpfleger
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Wer einen Umzug oder eine neue sportliche Betätigung hinter sich hat, der kennt das Phänomen: Die betroffenen Muskeln sind kraftlos, berührungsempfindlich und können stark schmerzen. Typisch für den so genannten Muskelkater ist, dass die Schmerzen oft erst am Tag nach der Belastung auftreten und von selbst wieder verschwinden.

Lange Zeit hielt sich die Vermutung, dass der Muskelkater durch eine Übersäuerung des Muskels durch sogenannte Laktate entsteht. Gegen diese Annahme spricht allerdings, dass die Laktatwerte direkt nach einer Anstrengung ansteigen und sich auch schnell wieder normalisieren. Außerdem tritt Muskelkater beispielsweise oft nach Krafttraining auf – diese Sportart jedoch lässt die Laktatwerte bei weitem nicht so stark ansteigen wie z. B. das Joggen. Heute herrscht die Ansicht vor, dass kleinste Verletzungen (Mikroläsionen) der Muskelfasern den "Kater" verursachen. Als Folge dieser Läsionen kommt es zu Wassereinlagerungen, die wiederum die Muskelfaser dehnen. Diesen Dehnungsschmerz nehmen wir als Muskelkater wahr.

Zwei Menschen beim Nordic Walking auf einem Schotterweg, Ausschnitt Füße mit Wanderschuhen.

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Um Muskelkater zu vermeiden, sollte man vorsichtig mit ungewohnten Belastungen und Bewegungsabläufen beginnen und die Belastung erst im Laufe der Zeit steigern. Treten die Schmerzen trotzdem auf, ist Schonung die beste Therapie, bis die Schmerzen abgeklungen sind. Wärme in Form von Sauna oder Bädern regt die Durchblutung an und hilft so bei der Heilung.


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Letzte Änderung: 12.03.2014