Wen stechen Mücken am liebsten?

Frage der WocheLesezeit: 1:30 min.
Mann mit Fliegenklatsche.

Bildnachweis: © wdv / Jan Lauer

Unsere Clarimedis-Experten nehmen jedes Jahr bis zu einer halben Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Gesundheitsfragen beantwortet das Expertenteam in unserer Rubrik „Frage der Woche“.

Diese Woche: Wen stechen Mücken am liebsten?

Expertenbild

Der Experte zum Thema

Bernhard Kolbert

Examinierter Krankenpfleger
ServiceCenter AOK-Clarimedis

Mückenstiche sind unangenehm und lästig. Ungerecht sind sie außerdem – wenn der Ehepartner nicht gestochen wird, man selbst aber schon. Doch wie kommt es eigentlich zu den Vorlieben der Stechmücken?

Die Theorie vom „süßen Blut“

Der Volksmund sagt Opfern von Mückenstichen nach, sie hätten „süßes Blut“. Die Süße des Blutes, also der Zuckergehalt im Blut, spielt jedoch keine Rolle bei der Opferwahl der Insekten. Tatsächlich reagieren Mücken auf ganz andere Faktoren: Sie mögen das Kohlendioxid, das wir ausatmen, die Körperwärme, die wir ausstrahlen, und vor allem den ganz individuellen Geruch eines Menschen. Zwar hängt dieser auch von veränderbaren Faktoren wie zum Beispiel dem Ess- und Trinkverhalten ab, er wird aber vor allem durch unsere Erbanlagen bestimmt.

Frau mit Headset am Computer.

Noch Fragen zu Medikamenten?

Das Team von AOK-Clarimedis hilft Ihnen weiter: 0800 0 326 326.

Zwillingsstudie gibt Aufschluss

So haben Studien mit genetisch weitgehend identischen eineiigen Zwillingen sowie zweieiigen Zwillingen, die genetisch mit „einfachen“ Geschwistern zu vergleichen sind, gezeigt: Die Stechmücken hatten bei den eineiigen Zwillingen keine Präferenz für den einen oder anderen Zwilling. Bei den zweieiigen Zwillingen bevorzugten die Insekten dagegen meist einen der beiden Geschwister. Die Entscheidung, wer gestochen wird, liegt also auch in der Erbmasse. Welche Gene genau dafür verantwortlich sind, muss jedoch noch erforscht werden.

Übrigens: Hausmittel wie der Verzehr von Knoblauch schrecken Mücken nicht ab. Will man sich schützen, sollte man zu Insektenabwehrmitteln greifen. Doch auch diese können keinen hundertprozentigen Schutz gewährleisten.


AOK-Clarimedis – kompetente Informationen am Telefon: 0800 0 326 326

Das telefonische ServiceCenter AOK-Clarimedis ist für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg an 365 Tagen im Jahr erreichbar. Ein Team aus Fachärzten, Krankenschwestern und -pflegern, Ernährungsberatern und Versicherungsexperten gibt kompetente Auskünfte zu den Themen Medizin und Versicherung.

Sie erreichen AOK-Clarimedis rund um die Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 0 326 326.

Letzte Änderung: 16.08.2015