Frau hält eine Tasse Kaffee / Tee in ihren Händen

Fasten ist keine Diät

Fasten gilt als schick, und das nicht nur zwischen Aschermittwoch und Ostern. Ein Verzicht auf feste Nahrung eignet sich allerdings nicht als Diät. Denn so schnell wie die Pfunde purzeln sind sie anschließend auch wieder drauf.

Nicht nur deshalb raten Ernährungspsychologen vom grundsätzlichen Verzicht auf feste Nahrung ab. „Eine zu schnelle Nahrungsumstellung schadet dem Körper“, sagt auch die Clarimedis-Ernährungsberaterin Stefanie Graeske, „zum einen, weil wichtige Vitamine und Mineralien von heute auf morgen nicht mehr zugeführt werden. Zum anderen braucht der Körper Energiezufuhr, um sein tägliches Arbeitspensum zu schaffen.“

Der Verzicht auf Nährstoffe ist ungesund

Unsere Nahrungsmittel liefern Energie und der Körper verbraucht sie. Eine Diät heißt nicht, auf wichtige Nährstoffe zu verzichten. Nicht zuletzt von ihnen hängt der Wert einer vernünftigen Diät ab.

Damit der Stoffwechsel des Menschen optimal funktioniert, benötigt er normalerweise Eiweiße, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Weil der Körper nur einen Bruchteil der Eiweiße selbst herstellt, müssen sie durch die Nahrung zugeführt werden. Als ideal gilt eine Kombination aus pflanzlichen und tierischen Eiweißen. Eine Fastenkur mit Wasser, Brühe und Säften enthält diese wichtigen Nährstoffe aber nicht oder nur in einem unzureichenden Maße. Das hat ungesunde Folgen.

Der Körper programmiert auf Hungersnot

Beim Fasten programmiert der Körper auf Hungersnot um. Als erstes fährt er den Stoffwechsel herunter. Der Grundumsatz geht dann gegen Null und bleibt nach einer Fastenkur bis zu acht Wochen lang auf diesem Level. Sobald man wieder anfängt sich normal zu ernähren, nimmt man viel schneller zu als vorher. Der Jo-Jo-Effekt ist somit vorprogrammiert. Hinzu kommt, dass diejenigen, die wochenlang mit einem Hungergefühl gelebt haben, nach dem Ende der Fastenzeit umso heftiger zuschlagen und so die Kilos schnell wieder auf den Hüften sind.

In seinem religiösen Ursprung hat Fasten rein gar nichts mit Nahrungsverzicht zu tun. Vielmehr soll der Gläubige aus Gründen der Enthaltsamkeit die Ernährung auf eine Mahlzeit pro Tag reduzieren. Sich 40 Tage lang ausschließlich von Flüssigkeiten zu ernähren, hätte fatale Folgen für die Gesundheit, die denen einer Magersucht gleichkämen.

Letzte Änderung: 18.02.2015



AOK-Clarimedis

Stefanie Graeske, Ernährungs-Expertin. Erreichbar kostenfrei unter: 0800 0 326 326

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