Frau mit Smartphone

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Smartphone-Sucht: Anzeichen, Ursachen, Folgen

Mehr als 40 Millionen Deutsche besitzen ein Smartphone – und möchten ungern darauf verzichten. Schließlich hat ein modernes Mobiltelefon viele Vorteile. Aber Achtung: Smartphones können auch süchtig machen.

Morgens nach dem Aufstehen die E-Mails checken, in der Straßenbahn WhatsApp-Nachrichten verschicken, am Arbeitsplatz die News lesen – und nach Feierabend geht es weiter: Wieder müssen E-Mails gelesen und Termine mit Freunden über WhatsApp vereinbart werden. Im Urlaub sieht es nicht anders aus. Auch hier nehmen viele Menschen ihr Handy sogar mit an den Strand oder auf die Skipiste.

Alles ganz normal, werden die meisten sagen. Doch wann ist es das nicht mehr? Wann wird das Smartphone zur Sucht? „Wenn der Entzug oder die Wegnahme des Smartphones zu Stress, Wut, Ärger und Frustration führt“, weiß Dr. Julia Petmecky, Diplom-Psychologin im ServiceCenter AOK-Clarimedis. Ein Abhängiger ist ohne Smartphone aufgeregt und fühlt sich geradezu hilflos. Schon kurze Zeitspannen ohne Handy, wie zum Beispiel ein Flug zum Urlaubsort oder eine plötzliche Funkstille wegen einer technischen Störung, können zu starker Nervosität führen. Wissenschaftler haben für die Smartphone-Sucht schon einen Namen gefunden: „Nomophobie“ – abgeleitet aus „No Mobile Phone Phobia“, auf Deutsch „Kein-Handy-Angst“.

Ursachen der Handy-Sucht

Dass Smartphones sich derart etablieren konnten, hat mehrere Ursachen: Die schnelle Erreichbarkeit und positive Rückmeldung setzen Glückshormone, Endorphine, frei. „Man bekommt in der Regel schnell eine Antwort. Es handelt sich um eine positive Verstärkung“, erklärt Dr. Julia Petmecky. Ständig können sich die Nutzer in sozialen Netzwerken austauschen. Unangenehme Situationen können sie dabei leicht umgehen: Mag man jemanden nicht, wird dieser einfach „geblockt“ oder aus der Kontaktliste gelöscht. Im realen Leben ist es nicht so einfach, Konflikten aus dem Weg zu gehen.

Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene sind von einer Smartphone-Abhängigkeit betroffen. Und sie kann ihr soziales Leben stark einschränken. „Andere Interessen wie Sport treiben, lesen, Treffen mit Freunden oder Musizieren werden stark vernachlässigt“, warnt Dr. Julia Petmecky. Es ist also stets ratsam, seine eigene Handynutzung zu überdenken.

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Kleiner Smartphone-Knigge

Letzte Änderung: 20.08.2015



AOK-Clarimedis

Dr. Julia Petmecky, Dipl. Psychologin Erreichbar kostenfrei unter: 0800 0 326 326

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