Grafik Kinderkrankheiten Mumps

Kinderkrankheit Mumps

Typisch für die Mumps-Erkrankung ist eine schmerzhafte einseitige bzw. doppelseitige entzündliche Schwellung der Ohrspeicheldrüse, die etwa drei bis acht Tage andauert. Bei Kleinkindern verläuft Mumps, im Volksmund auch „Ziegenpeter“ genannt, häufig unbemerkt oder als Infektion der Atemwege. Mit steigendem Alter treten dagegen häufiger Komplikationen wie etwa Hirnhautentzündungen auf. Für Jugendliche oder Erwachsene kann die Virusinfektion einen schwereren Krankheitsverlauf bedeuten.

Ansteckung

Mumps wird meist durch Tröpfcheninfektion oder direkten Speichelkontakt – etwa beim Küssen – übertragen. Erst nach zirka zweieinhalb Wochen bricht die Krankheit aus. Ansteckend bleibt der Patient bis zu neun Tage nach Beginn der mumpstypischen Schwellung der Ohrspeicheldrüse.

Typische Symptome

Mumps tritt mit ganz unterschiedlichen Symptomen auf. Meist beginnt die Krankheit mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Nach ein bis zwei Tagen schwillt zunächst eine Ohrspeicheldrüse an. Ein bis zwei Tage später folgt oft die andere Seite und führt so zu den typischen „Hamsterbacken“. Auch andere Speicheldrüsen, wie die Bauchspeicheldrüse, können betroffen sein. Eine Beteiligung des Zentralen Nervensystems, meist in Form einer Hirnhautentzündung, zeigt sich beispielsweise durch Nackensteifigkeit.

Erkranken Jungen während oder nach der Pubertät, kann das Virus in etwa 30 Prozent der Fälle auch zu einer Hodenentzündung führen. Diese fängt zirka eine Woche nach der Infektion an und kann im schlimmsten Fall bei beidseitiger Beteiligung zur Störung der Zeugungsfähigkeit führen. Bei Mädchen und Frauen kann es zu einer Entzündung der Eierstöcke kommen.

Behandlung

Mumps ist eine Viruserkrankung, gegen die es keine spezifischen Medikamente gibt. Je nach Schmerzen und Höhe des Fiebers können schmerzlindernde und fiebersenkende Medikamente helfen. Solange das Kind Fieber hat, ist Bettruhe sinnvoll. Gegen die geschwollenen Backen helfen bei manchen Kindern warme Wickel. Andere empfinden dagegen kalte Quarkumschläge als lindernd.

Vorbeugung

Die wirksamste präventive Maßnahme ist die Schutzimpfung. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die erste Impfung im Alter von elf bis 14 Monaten, gefolgt von der zweiten Dosis im Alter von 15 bis 23 Monaten. Mumps wird in einer Dreifachimpfung zusammen mit Röteln und Masern geimpft.

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Letzte Änderung: 11.01.2017



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