Grafik Kinderkrankheiten Keuchhusten

Kinderkrankheit Keuchhusten

Für Jugendliche und Erwachsene ist Keuchhusten häufig nur ein lang dauernder Husten. Bei Säuglingen kann die Erkrankung allerdings durch das Auftreten von Atempausen lebensbedrohlich sein.

Ansteckung

Keuchhusten ist eine bakterielle Infektion, die durch Husten, Niesen oder Sprechen übertragen wird. Mediziner sprechen hierbei von einer Tröpfcheninfektion. Die Inkubationszeit liegt zwischen sieben und zwanzig Tagen. Ansteckend ist der Erkrankte vom Ende der Inkubationszeit (Beginn der ersten Krankheitssymptome) bis etwa fünf Tage nach Start der Antibiotika-Therapie, unbehandelt sogar über viele Wochen hinweg.

Typische Symptome

Keuchhusten kündigt sich durch erkältungstypische Symptome wie Schnupfen, Husten und manchmal auch Fieber an. Erst ein bis zwei Wochen später beginnen die anfallartig auftretenden, bellenden Hustenanfälle, die bis zum Erbrechen führen können. Der Hustenattacke folgt meist ein pfeifendes und keuchendes Jauchzen beim Einatmen. Dabei kann es auch zu Atemnot kommen. Bei Neugeborenen und Säuglingen führt Keuchhusten manchmal sogar zu lebensgefährlichen Atempausen. Deshalb werden sie in der Regel im Krankenhaus behandelt. Der Husten hält etwa sechs bis zwölf Wochen an. Mögliche Komplikationen sind zum Beispiel eine Lungen- oder Mittelohrentzündung.

Behandlung

Mithilfe eines Rachen-Nasen-Abstrichs kann der Arzt Keuchhusten bereits im frühen Stadium diagnostizieren. Die Hustenanfälle werden durch die von den Bakterien gebildeten Giftstoffe verursacht. Eine Behandlung mit einem Antibiotikum kann den Krankheitsverlauf nur dann verkürzen, wenn es gleich im Anfangsstadium verabreicht wird. Haben die Hustenattacken bereits angefangen, beeinflusst die Therapie nur noch die Ansteckungsfähigkeit aber nicht mehr den Krankheitsverlauf.

Vorbeugung

Der beste Schutz gegen Keuchhusten ist die Impfung. Die Ständige Impfkommission empfiehlt für alle Säuglinge den Beginn der Grundimmunisierung ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat. Das Baby erhält zunächst drei Impfungen im Abstand von je vier Wochen. Die vierte erfolgt zwischen dem vollendeten elften bis 14. Monat. Der Impfschutz hält jedoch nicht dauerhaft und auch eine Erkrankung bietet keine lebenslange Immunität. Deshalb sollte die Auffrischung der Impfung im Alter von fünf bis sechs sowie von neun bis 17 Jahren erfolgen. Zusätzlich wird Erwachsenen empfohlen, sich einmalig gemeinsam mit der Tetanus- und Diphterie-Impfung durch eine Kombinationsimpfung auch gegen Keuchhusten zu schützen. Das gilt besonders für alle Erwachsenen im Umfeld eines Säuglings, um für diesen einen maximalen Schutz zu erreichen.

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Scharlach

Letzte Änderung: 11.01.2017



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