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Schöne neue Nano-Welt

Obst bleibt länger frisch, Kleidung länger sauber, Sonnencremes erreichen ungeahnte Lichtschutzfaktoren: All das ist der schönen neuen Nano-Welt zu verdanken – und noch vieles mehr. Und wir Verbraucher sind schon mittendrin!

Alles Nano, oder was?
„Nano“ ist das griechische Wort für „Zwerg“ – und bezeichnet in der chemischen Industrie kleinste Teilchen von maximal 100 Nanometern Höhe, Länge oder Breite. Ein menschliches Haar hat einen Durchmesser von etwa 70.000 Nanometern.
Nanomaterialien begegnen uns an jeder Ecke, sie stecken mittlerweile in zahlreichen Produkten: beispielsweise in Kosmetik-Artikeln, wie Gesichts- und Körpercremes oder als Farbpigmente im Make-up. Sonnencremes enthalten häufig Titan- oder Zinkdioxid im Nano-Format, denn das erhöht den Sonnenschutz um ein Vielfaches.

Aber auch ins Essen geraten die kleinsten Teilchen immer öfter: beispielsweise als Farb- oder Konservierungsstoffe oder als Geschmacksverstärker, etwa in Kaffeepulver, Gewürzmischungen oder Suppenpulver. Nahrungsergänzungsmittel zur Vitaminversorgung können ebenfalls Nanopartikel enthalten. Und die Landwirtschaft setzt bei Pestiziden oder Düngern gerne auf Nanotechnologie.

Nano-Silber wirkt antibakteriell und hält beispielsweise Keime fern von Frischhalteboxen. Daher setzt die Industrie Nano-Silber häufig dann ein, wenn Sauberkeit speziell gefragt ist. So finden sich die Teilchen meist in Innenbeschichtungen von Kühlschränken. Einige Reinigungsmittel enthalten ebenfalls Nano-Zusätze.

In Sport- und Wanderbekleidung werden Nano-Teilchen eingesetzt, um Keime, Schmutz, Wasser und UV-Strahlen abzuweisen. Sie verhindern außerdem Gerüche in Socken oder Schuheinlagen.

Zukunftsmusik in Medizin und Forschung
Gerade die keimtötenden Eigenschaften von Nano-Silber spielen in der Medizin eine immer größere Rolle. Nano-Beschichtungen halten medizinische Hilfsmittel und Geräte antibakteriell. Und Kontrastmittel auf Basis von Nanotechnologie machen Tumore früher erkennbar. Außerdem können Medikamente ihre Wirkstoffe im Körper gezielt dort entfalten, wo sie gebraucht werden.

In der Medizin wird intensiv nach weiteren Einsatzmöglichkeiten von Nanotechnologie geforscht. In einigen Medikamenten und Implantaten wird sie bereits verwendet. Sogar künstliche Organe auf Nano-Basis könnten eines Tages Wirklichkeit werden.

Zudem haben Nanoteilchen in die Umwelttechnologie Einzug gehalten, etwa in Solarzellen oder Windrädern, aber auch bei der Aufbereitung von Trinkwasser.

Wege durch den Nano-Dschungel



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