115 Gramm Zucker nimmt jeder Deutsche im Durchschnitt pro Tag zu sich. Das entspricht 38 Stück Würfelzucker. Aber lebt man mit natürlichen Alternativen wie zum Beispiel Honig wirklich gesünder? vigo online geht der Süße in unserer Nahrung auf den Grund.
Brauner Zucker
Rohrzucker und brauner Zucker sind genauso schädlich für die Zähne und enthalten ebenso viele Kalorien wie weißer Zucker. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass sie nicht so gut gereinigt sind. Sie enthalten Reste von Zuckerrübensirup oder Zuckerrohr, daher rühren auch der typische Karamellgeschmack und die Farbe. Mineralstoffe und Vitamine kommen in solch geringen Mengen vor, dass sie keine Rolle spielen.
Fruchtzucker
Der Name täuscht: Der im Handel erhältliche Fruchtzucker wird nicht aus Früchten gewonnen, sondern aus Maissirup. Er macht ebenso dick wie weißer Zucker und ist nicht gesünder. Fruchtzucker steht sogar im Verdacht, die Blutfettwerte zu erhöhen und verursacht häufig Magenprobleme. Außerdem führt er zu keinem Sättigungsgefühl, es besteht also die Gefahr, zu viel davon zu verzehren. Fruchtzucker ist ein sogenannter Zuckeraustauschstoff, der zum Beispiel zum Süßen diätetischer Lebensmittel verwendet wird.
Honig
Honig besteht hauptsächlich aus Zucker und Wasser – und hat ebenso viele Kalorien wie Haushaltszucker. Wissenschaftlich nicht belegt ist, ob die Enzyme, Mineralstoffe und Vitamine im Honig eine positive Wirkung auf die Gesundheit des Konsumenten haben. Zwar ist er sehr intensiv im Geschmack, sodass schon geringe Mengen zum Süßen ausreichen. Aber leider ist Honig so klebrig, dass er für die Zähne sogar schädlicher ist als gewöhnlicher Zucker, wenn man nicht hinterher die Zähne putzt.
Sirup und Dicksäfte
Eingedickte süße Fruchtsäfte aus Äpfeln, Birnen oder Agaven haben einen hohen Gehalt an natürlichem Fruchtzucker und sind süßer als Zucker. Viele Dicksäfte und Sirupvarianten (zum Beispiel Zuckerrüben- oder Ahornsirup) enthalten Mineralstoffe – allerdings in nur sehr geringen Mengen.
Die beste Alternative: Wenig Süßes
Fazit: Ein genauer Blick zeigt, dass die alternativen Süße-Varianten sich kaum von Haushaltszucker unterscheiden, wenn dieser aus natürlichen Produkten wie Zuckerrohr oder Zuckerrüben gewonnen wurde. So sind zum Beispiel Zuckerkonzentrate aus Früchten und Säften nicht gesünder, sondern ebenso zahnschädlich und dick machend wie Zucker. Wer seinem Körper etwas Gutes tun möchte, sollte also generell weniger Süße zu sich nehmen.
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