Es ist wieder soweit: Die nächsten ABC-Schützen stürmen die Schulen. Das ist spannend und aufregend, geht aber auch an die Substanz. Gerade deshalb muss bei Schulkindern die Ernährung stimmen.
So ist zum Beispiel ein ausgewogenes Frühstück für Schüler Pflicht. Die Clarimedis-Ernährungsberaterin Stefanie Graeske gibt Hinweise für einen gesunden Start in den Schultag.
vigo online: Frau Graeske, warum ist das Frühstück so wichtig?
Stefanie Graeske: Der Körper muss mehrfach am Tag mit Energie versorgt werden. Ein Frühstück sorgt dafür, dass er bereits morgens genügend Kohlenhydrate für seine Energiegewinnung erhält. Das fördert die Konzentration und Leistungsfähigkeit.
vigo online: Woran erkennt man ein gesundes Frühstück und Pausenbrot?
Stefanie Graeske: Das Frühstück sollte Vollkornprodukte enthalten. Im Gegensatz zu gezuckerten Nahrungsmitteln gibt Vollkorn seine Energie nur langsam ab. Somit ist die Leistungsfähigkeit über einen längeren Zeitraum gegeben. Zudem sorgen sie für ausreichend Ballaststoffe und regen die Verdauung an. Die Brote sollten mit fettarmer Wurst und fettarmem Käse belegt, und das Müsli oder die Cornflakes mit fettarmer Milch zubereitet werden. Ebenso wichtig sind Vitamine in Form von Obst und Gemüse, sie eignen sich auch ideal als Pausenverpflegung. Außerdem müssen auch Schüler ausreichend trinken, beim Frühstück zum Beispiel Tee und in der Schule Wasser oder Saftschorle. Cola und Fruchtnektar sind zu meiden, da sie viel Zucker und viele Kalorien enthalten.
vigo online: Gibt es Alternativen für Frühstücksmuffel?
Stefanie Graeske: Um zumindest eine kleine Grundlage zu schaffen, bieten sich Kakao, Joghurt oder Cornflakes an. Dennoch sollte man seinem Kind zusätzlich ein Pausenbrot mit in die Schule geben.
vigo online: Müsliriegel, Milchschnitte und Co: Was ist von den Pausensnacks zu halten?
Stefanie Graeske: Müsliriegel erwecken den Anschein gesund zu sein. Dabei enthalten sie relativ viel Honig, also Zucker. Auch Milchschnitte, Fruchtzwerge oder Gummibärchen können keine vollwertige Mahlzeit kompensieren. Es sollte also nur eine Ausnahme darstellen, seinem Kind diese Lebensmittel für die Schule mitzugeben. Wenn schon, dann lieber einen Fruchtjoghurt oder -quark.