Immer wieder hört man, dass einige Inhaltsstoffe in den Deos ungesund seien und sogar Krebs verursachen können. Was ist dran an den Gerüchten?
Dem Deoroller wird vorgeworfen, dass er die Schweißdrüsen verstopft und so den Körper daran hindert, Giftstoffe auszuschwemmen. Das ist aber Unsinn! Zum einen verhindert kein Deo das Schwitzen komplett. Zum anderen ist es die Aufgabe von Leber und Nieren – und nicht die der Schweißdrüsen –, Giftstoffe zu filtern.
Ein weiterer Vorwurf, der für Panik sorgt: Deos erzeugen Krebs. Schuld sollen Aluminiumverbindungen sein, die in Deorollern enthalten sind. Aber sowohl das deutsche Krebsforschungszentrum als auch das amerikanische National Cancer Institute geben Entwarnung: Es gibt keinen Hinweis dafür, dass durch Deos Krebszellen entstehen. Hinzu kommt, dass es keine plausible Erklärung gibt, wie eigentlich die Aluminiumverbindungen in Deos Krebs erzeugen sollen.
Deos können in der Tat Allergien hervorrufen. Grund sind vor allem die Duftstoffe. Da Deos nach dem Reinigen aufgetragen werden, ist die Haut ungeschützt. Wasser und Seife haben ihren natürlichen Schutzfilm abgewaschen. Einziger Ausweg sind Produkte, die keine Parfüm- und Duftstoffe enthalten – und möglichst keinen Alkohol. Alkohol soll die Haut desinfizieren, dadurch wachsen Bakterien langsamer. Doch er entfettet auch stark, was die Haut reizen kann. Eine schonendere Alternative ist Isopropanol. Stoffe wie Panthenol, Bisabolol und Azulen beruhigen zusätzlich.Ein weiteres Problem stellen Deoroller dar, die Silberionen enthalten. Silber wird in der Medizin eingesetzt, um Bakterien zu bekämpfen. Wird es auch in alltäglichen Kosmetikprodukten verwendet, verliert es irgendwann seine Wirkung weil die Bakterien dagegen Resistenzen entwickeln. Mediziner haben dann keine effektiven Mittel mehr gegen sie. Das Gleiche gilt für Triclosan, das – jedenfalls im Moment noch – ein wirksames Desinfektionsmittel in Medizinbetrieben ist.