Mit welchen Strategien können wir unsere innere Stimme zum Schweigen bringen oder sie wenigstens leiser werden lassen? Sportwissenschaftler Dr. Jens Kleinert vom Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln hat drei hilfreiche Tipps für Sie.
Tipp 1: Erstellen Sie einen konkreten Handlungsplan!
"Je klarer Sie sich Ihr Handeln vor Augen führen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie es auch umsetzen", empfiehlt der Sportexperte. Eine schwammige Aussage wie "In den nächsten Wochen gehe ich mal laufen" bringt meist nichts. Formulieren Sie Ihr Ziel stattdessen nach der sogenannten"SMART"-Formel. Die einzelnen Buchstaben stehen für:
S = Spezifisch: Ziele müssen so präzise und eindeutig wie möglich definiert sein.
M = Messbar: Ziele müssen überprüfbar sein.
A = Akzeptiert: Ziele müssen von den Sportwilligen akzeptiert werden.
R = Realisierbar: Ziele müssen erreichbar sein.
T = Terminierbar: Zu jedem Ziel gehört eine klare Vorgabe, bis wann es erreicht sein muss.
Tipp 2: Gehen Sie soziale Verpflichtungen ein!
Einfach und effektiv: Verabreden Sie sich zum Sport für einen bestimmten Tag um eine bestimmte Uhrzeit mit einer Freundin oder einem Freund. "Falls Sie absagen, haben Sie ein doppelt schlechtes Gewissen", sagt Sportpsychologe Kleinert. Denn Sie folgen nicht nur Ihrem inneren Schweinehund, sondern lassen zudem Ihren Sportpartner im Stich.
Tipp 3: Nehmen Sie positive Gefühle vorweg!
Wenn Sie mal wieder keine Lust auf das Training haben, stellen Sie sich einfach vor, was Sie danach Schönes erwartet. "Erleben Sie in Ihren Gedanken ein positives Erlebnis nach dem Sport", rät Dr. Jens Kleinert. Das kann ein warmes Bad in der Wanne, ein gemütliches Stündchen mit einem Buch auf dem Sofa oder einfach nur das gute Gefühl sein, etwas getan zu haben. Auch regelmäßige Erfolgskontrollen (Blick in den Spiegel, Gang auf die Waage, Messung des Körperfetts) können für eine positive Stimmung sorgen und dabei helfen, dass die Motivation stimmt und der innere Schweinehund keine Chance mehr hat.