Schlafschwierigkeiten

Die Frage der Woche: Was kann ich bei Schlafstörungen tun?

Jedes Jahr nehmen die Experten des ServiceCenters AOK-Clarimedis rund eine halbe Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Fragen beantwortet das Expertenteam in der vigo-Online-Rubrik „Anruferfrage der Woche“.

Diese Woche: Was kann ich bei Schlafstörungen tun?

Die Antwort der AOK-Clarimedis-Experten:

Viele Menschen mit Schlafproblemen kennen die Situation: Man muss morgens früh raus und fühlt sich wie gerädert. Alleine sind Sie mit diesem Problem nicht, denn ca. 40 Prozent der Deutschen haben Ein- oder Durchschlafstörungen. Ein Teil davon ist sogar behandlungsbedürftig. Die meisten Betroffenen klagen über starke Tagesmüdigkeit, verminderte Gedächtnisleistung, schlappes Immunsystem und auch depressive Verstimmungen.

Menschen, die ähnliche Beschwerden haben, sollten handeln, denn schon einfache Verhaltensregeln können bei Schlaflosigkeit helfen, wenn keine organische oder psychische Erkrankung vorliegt:

  • Gehen Sie erst dann schlafen, wenn Sie müde sind und halten sie sich möglichst an regelmäßige Zeiten zum Aufstehen. Auf kleine Nickerchen am Tag sollten Sie verzichten.
  • Vermeiden Sie ca. 3 bis 4 Stunden vor der Schlafenszeit Lebensmittel, die Koffein enthalten (dazu zählen auch viele Teesorten), da diese Stoffe die Hirntätigkeit anregen. Beachten Sie, dass auch Nikotin ein Anregungsmittel ist!
  • Vermeiden Sie große und schwere Mahlzeiten vor dem Schlafengehen. Eine leichte Mahlzeit, die Milch enthält, kann hingegen helfen, da Milch die schlaffördernde Substanz Tryptophan enthält.
  • Alkohol, besonders übermäßiger Alkoholgenuss, kann zwar beim Einschlafen helfen, ruft aber Durchschlafstörungen hervor, da der Schlafrhythmus gestört wird.
  • Das Schlafzimmer sollte abgedunkelt, ruhig und frisch gelüftet sein.
  • Bewegung ist wichtig für guten Schlaf. Wer sich kaum bewegt, hat aufgrund mangelnder körperlicher Auslastung Schlafstörungen. Allerdings sollten Menschen mit guter, körperlicher Fitness bis zu 6 Stunden vor dem Schlafengehen, keinen Sport mehr treiben.
  • Versuchen Sie vor dem Schlafengehen zur Ruhe zu kommen. Fernsehen oder laute Musik können da hinderlich sein. Lesen Sie stattdessen lieber ein Buch oder hören Sie ruhige Musik.
  • Wenn Sie aufgrund von Stress oder Problembewältigung nicht richtig schlafen können, sind spezielle Entspannungstechniken wie z. B. autogenes Training hilfreich.
  • Auf medikamentöse Hilfsmittel sollten Sie nur in Ausnahmefällen zurückgreifen, da sie Schlafstörungen auf Dauer verstärken können.

Sollten Sie langwierige Schlafstörungen haben, die auch zu den zuvor beschriebenen Symptomen führen, dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt. Der Experte für Schlafstörungen ist der Neurologe; bei psychischen Ursachen der Psychiater oder Psychotherapeut.

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Das telefonische ServiceCenter AOK-Clarimedis ist für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg an 365 Tagen erreichbar. Ein Team aus Fachärzten, Krankenschwestern und -pflegern, Ernährungsberatern und Versicherungsexperten gibt kompetente Auskünfte zu den Themen Medizin und Versicherung.

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Letzte Änderung: 22.06.2012



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Michael Manthey, examinierter Krankenpfleger. Erreichbar kostenfrei unter: 0800 0 326 326

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