Frau mit Kopfschmerzen

Was tun bei ständigen Kopfschmerzen?

Jedes Jahr nehmen die Clarimedis-Experten rund eine halbe Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Fragen beantwortet das Expertenteam in der vigo online-Rubrik „Anruferfrage der Woche“.

Diese Woche: Was tun bei ständigen Kopfschmerzen?

Die Antwort der Clarimedis-Experten:

Es hämmert im Schädel, der Kopf steht unter Druck oder stechende Schmerzen ziehen hinter das Auge – Kopfschmerzen äußern sich unterschiedlich und ihre Ursachen können noch vielfältiger sein. Grundsätzlich unterscheidet der Mediziner den primären und den sekundären Kopfschmerz. Beim primären Kopfschmerz ist der Schmerz an sich die Erkrankung. Beim sekundären Kopfschmerz ist er das Symptom einer anderen Erkrankung. Das können zum Beispiel Bluthochdruck, die Grippe oder ein Glaukom sein. Doch nicht immer ist man krank, wenn der Kopf schmerzt: Auch zu wenig Flüssigkeit, Sauerstoff- und Bewegungsmangel können zu Kopfweh führen.

Grundsätzlich sollten Sie bei starken und/oder regelmäßig auftretenden Kopfschmerzen einen Arzt aufsuchen. Hier ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner, denn er kann mittels Ihrer Krankengeschichte und erster Untersuchungen eine Diagnose oder Verdachtsdiagnose stellen. Bei sekundären Kopfschmerzen wird die Erkrankung behandelt, die die Beschwerden auslöst. Besteht der Verdacht, dass Sie einen primären Kopfschmerz haben, dann kann es sich zum Beispiel um Migräne, Spannungskopfschmerzen oder Cluster-Kopfschmerzen handeln. Der Facharzt für diese speziellen Erkrankungen ist der Neurologe. Hier ist es sinnvoll, vor dem Besuch beim Facharzt ein Kopfschmerztagebuch zu führen. Dieses Tagebuch kann dem behandelnden Arzt helfen, die Diagnose gezielter zu stellen und eine individuelle Behandlungsstrategie zu planen.

Das Kopfschmerztagebuch sollte folgende Angaben enthalten und täglich oder beim Auftreten der Beschwerden geführt werden:

  • Zeitpunkt, Dauer und Lokalisation des Kopfschmerzes
  • Qualität (Schweregrad auf einer Skala von 1-10) bzw. Natur des Schmerzes (stechend, ziehend, brennend, ausstrahlend usw.)
  • Begleitsymptome (Übelkeit, Sehstörungen, Tränenfluss, Stimmungswechsel)
  • Beschreibung spezieller Vorkommnisse (Aufregung, Stress, Diäten, Schlafstörungen)
  • Genuss spezieller Nahrungsmittel wie Käse, Alkohol, Schokolade, Speisen mit Glutamat – viele Nahrungsmittel können Trigger, also Auslöser für Kopfschmerzen sein
  • Art und Menge eingenommener Medikamente

Bitte beachten Sie, dass Schmerzmedikamente möglichst von einem Arzt ermittelt und angeordnet werden sollten, da nicht alle Schmerzmittel bei jedem Kopfschmerz helfen.

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Das telefonische ServiceCenter AOK Clarimedis ist für Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg an 365 Tagen erreichbar. Ein Team aus Fachärzten, Krankenschwestern und -pflegern, Ernährungsberatern und Versicherungsexperten gibt kompetente Auskünfte zu den Themen Medizin und Versicherung.

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Michael Manthey, examinierter Krankenpfleger. Erreichbar kostenfrei unter: 0800 0 326 326

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