Arzt zieht Spritze auf

Die Frage der Woche: Lässt sich durch eine Heuschnupfen-Therapie Asthma verhindern?

Jedes Jahr nehmen die Experten des ServiceCenters AOK-Clarimedis rund eine halbe Million Anrufe entgegen. Häufig gestellte Fragen beantwortet das Expertenteam in der vigo-Online-Rubrik „Anruferfrage der Woche“.

Diese Woche: Ich habe gehört, dass man durch eine Therapie des Heuschnupfens Asthma verhindern kann. Stimmt das?

Das sagt Experte Dr. Maik Irmisch:

Sie haben Recht. Damit sich aus Heuschnupfen kein Asthma entwickelt, raten Ärzte zur spezifischen Immuntherapie (SIT). 40 Prozent der Patienten mit allergischem Schnupfen ("Heuschnupfen") entwickeln im Laufe der Zeit ein Asthma bronchiale.

Dieser so genannte Etagenwechsel der allergischen Beschwerden lässt sich nach Ansicht der Mediziner verhindern oder zumindest deutlich abschwächen, wenn frühzeitig mit einer spezifischen Immuntherapie begonnen wird. Die auch als Hyposensibilisierung bekannte "Allergieimpfung" konnte bereits vor Jahren in der so genannten PAT-Studie (Präventive Allergiebehandlung) vor allem für Baum- und Gräserpollen überzeugende Ergebnisse liefern.

Neuere Präparate, müssen lediglich viermal pro Therapiezyklus injiziert werden, müssen ihre endgültige Wirkung gegenüber der bisherigen zwei- bis dreijährigen Therapie aber noch beweisen.

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Letzte Änderung: 22.06.2012



AOK-Clarimedis

Dr. Maik Irmisch, Facharzt für Innere Medizin
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