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Erste Hilfe: So verhalten Sie sich im Notfall

Darüber, was man in Notfällen tun soll, gibt es so einige Mythen und Irrtümer. Wir sagen Ihnen, was Sie tun können oder lieber lassen sollten.

Kratz- und Schürfwunden wurden früher mit Jod und Wasserstoffperoxyd behandelt. Diese Mittel töten zwar Bakterien ab, aber sie behindern auch den Heilungsprozess, weil gesunde Stellen zerstört werden. Jod kann außerdem Allergien auslösen. Besser ist es, solche Wunden keimfrei mit einem sterilen Verband zu bedecken und diesen mit einer Binde, einem Pflaster oder einem Dreieckstuch zu befestigen.

Bei Brandwunden empfahl man früher, Butter, Öl oder Mehl auf die betreffende Stelle zu geben. Dadurch kann die Wunde jedoch verkleben und es drohen Infektionen. Stattdessen sollte die Brandstelle unter kaltes Wasser gehalten werden. Danach sollte man einen lockeren, sterilen Verband anlegen und keinesfalls die Brandbläschen öffnen, da die in ihnen enthaltene sterile Flüssigkeit wie ein natürlicher Verband wirkt. In diesem Zusammenhang raten Experten auch, die Brandsalbe aus der Hausapotheke zu verbannen.

Starke Blutungen müssen abgebunden werden, so der veraltete Ratschlag. Das Abbinden kann aber zu Lähmungserscheinungen führen, wenn dabei Nerven gequetscht werden. Besser ist es, den blutenden Körperteil hochzulegen. Wenn das nicht hilft, wird ein Druckverband angelegt: eine keimfreie Auflage auf die Wunde legen, mit einer Binde befestigen, ein Verbandspäckchen auf die Stelle drücken und das Ganze mit einer weiteren Binde fixieren. So wird die Blutung gestoppt, das verletze Körperteil aber nicht von der Blutversorgung abgeschnitten.

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