Ein chronischer Jodmangel kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Deshalb ist es wichtig, die Anzeichen eines Defizits frühzeitig zu erkennen. Wir helfen Ihnen dabei.
Führen wir unserem Körper zu wenig Jod zu, kann die Schilddrüse nicht genügend Hormone produzieren. Um dieses Defizit auszugleichen, bildet das Organ dann mehr Schilddrüsenzellen, die seine Aktivität steigern. So kann die Schilddrüse sich schließlich krankhaft vergrößern. Es entwickelt sich ein sogenannter Jodmangelkropf, der Arzt spricht von einer Struma.
Ein Kropf sieht nicht nur unschön aus, bei einer gewissen Größe übt er zudem Druck auf die Speise- und Luftröhre sowie die Blutgefäße im Halsbereich aus. Dies kann zu Schluckbeschwerden, Luftnot und Beklemmungsgefühlen führen. Bleibt ein Kropf über einen längeren Zeitraum, besteht die Gefahr, dass sich das Schilddrüsengewebe verändert und sich Knoten bilden. Diese müssen nicht zwangsläufig bösartig sein, in seltenen Fällen führt das jedoch zu Schilddrüsenkrebs.
Produziert eine vergrößerte Schilddrüse trotz des Zuwachses weiterhin zu wenig Hormone, spricht man von einer Unterfunktion (Hypothyreose), die aber nur bei extremem Jodmangel entsteht und in Deutschland selten ist. Eine solche Unterfunktion kann zu beträchtlichen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit, zu Veränderungen von Haut und Haaren sowie zu einer Darmträgheit führen.
Bitte beachten Sie: Hundertprozentige Sicherheit über die Funktion Ihrer Schilddrüse gibt nur ein Bluttest. Sollten Sie Anzeichen für eine Schilddrüsenerkrankung bei sich oder Ihrem Kind feststellen, ist es ratsam, diese umgehend bei Ihrem Arzt abzuklären.