Tipps für die Ernährung bei Neurodermitis
Neurodermitis wird nicht direkt durch falsche Ernährung ausgelöst, aber das Essen hat erfahrungsgemäß Einfluss auf den Verlauf der Krankheit. Oft bessert sich die Krankheit schon durch eine Ernährungsumstellung.
Pauschale Empfehlungen gibt es nicht. Fakt ist aber, dass etwa ein Drittel der Betroffenen an einer Lebensmittelallergie leidet. Dies sollte nie nur eine Vermutung bleiben sondern von einem Arzt festgestellt werden. Beachten Sie, dass eine unkontrollierte Diät zu Mangelerscheinungen führen kann. Ein Ernährungstagebuch hilft Ihnen herauszufinden, welche Lebensmittel die Ausschläge verschlimmern. Folgende Tipps sollten Neurodermitiker beachten:
- Neurodermitisgefährdete Babys sollten möglichst sechs Monate lang voll gestillt werden.
- Im ersten Lebensjahr werden neue Lebensmittel nur nach und nach gefüttert. Vermeiden Sie außerdem häufige Allergieauslöser wie Soja, Kuhmilch oder Nüsse im ersten Lebensjahr.
- Fertiggerichte enthalten oft viele Zusatzstoffe, die Kinder und Erwachsene mit Neurodermitis schlecht vertragen. Verzichten Sie wenn möglich auf solche Gerichte.
- Zitrusfrüchte, scharfe Gewürze und Alkohol verstärken die Durchblutung in der Haut und können die Beschwerden verschlimmern. Lassen Sie sie im Zweifelsfall weg.
- Neurodermitiker sind häufig allergisch gegen Kuhmilch, Nüsse, Fisch, Hühnereier oder Zitrusfrüchte. Insbesondere Milchprodukte sollten Sie aber nicht auf eigene Faust weglassen. Machen Sie beim Arzt einen Allergietest oder führen Sie ein Ernährungstagebuch, um herauszufinden, was Sie nicht vertragen.
- Obst und Gemüse sind gekocht oder geschält häufig besser verträglich als roh.
- Lassen Sie sich von einer Ernährungsberaterin unterstützen, insbesondere, wenn Sie Kuhmilchprodukte meiden müssen. So verhindern Sie Mangelerscheinungen.
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